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Blumen gab's nach der Wahl für (v.l.) Hopfenprinzessin Kathrin Obermeier und ihre Vorgängerin Julia Mehrl, Hopfenkönigin Sabrina Schmalhofer und Ex-Queen Anna Roßmeier, Vize-Königin Eva-Maria Eisenmann und Vorgängerin Helena Kreitmair sowie Ministerin Ulrike Scharf.

Wolnzach: Sabrina Schmalhofer ist neue Hopfenkönigin

Wolnzach - Die Hallertau hat eine neue Hopfenkönigin: Sabrina Schmalhofer aus Obersüßbach (21) repräsentiert seit Dienstag das Grüne Gold. 

Dienstagabend, 19 Uhr in der Wolnzacher Festhalle: Ein langer Wahlabend steht den drei Kandidatinnen bevor, die um das Amt der Hopfenkönigin buhlen. Die Aufregung und das Lampenfieber sind bei Sabrina Schmalhofer (21) aus Obersüßbach, der 20-jährigen Eva-Maria Eisenmann aus Ampertshausen nahe Schweitenkirchen sowie der 19-jährigen Kathrin Obermeier aus Sallingberg bei Siegenburg zu spüren. Gleich bittet Moderator Alexander Nadler aus Freising, der schon in den beiden Vorjahren als Wahlhelfer für den guten Ton gesorgt hat, die drei Pflanzerstöchter zur Vorstellung und zum Interview auf die Bühne.

Die Halle ist – wie alle Jahre – proppenvoll. Knapp 2500 Besucher mit Sitzplatz oder stehend an den Gängen wollen beim „Holledauer Highnoon“ dabei sein. Mittendrin sind auch die Verantwortlichen vom Markt Wolnzach, die das Treiben sichtlich gelöst verfolgen. Der Angstschweiß war bei ihnen schon getrocknet. Denn bis kurz vor Beginn des Volksfests am Freitag stand mit Sabrina Schmalhofer nur eine Bewerberin fest – zwei zu wenig für ein Dreigestirn. In der 59. Auflage der Hopfenkönigin-Wahl drohte ein Novum, das unterblieb, weil kurz vor Torschluss das erforderliche Mädel-Trio gefunden war. Glück, Geschick oder Überredungskunst – über das genaue Rezept hüllten sich Wolnzachs Bürgermeister Jens Machold und Pflanzerverbandschef Adolf Schapfl in Schweigen.

Vielleicht war es auch ihr Charme, mit dem die beiden es auch schafften, mit Ulrike Scharf sogar einer Ministerin den Besuch des Wahlabends schmackhaft zu machen. Die Umweltministerin revanchierte sich auf ihre Art für die Einladung, pries die Hallertau als Landstrich, der wie „keine andere Region so sehr Bayern verkörpert“ und vergaß auch nicht ein Loblied auf die Hopfenpflanzer zu singen: „Ohne Sie gäbe es kein Bier, kein Oktoberfest und keine 500 Jahre Reinheitsgebot.“

Den herzlichen Worten der Ministerin ließen die Bewerberinnen Begrüßungsreden folgen. Zuerst erzählte Bankkauffrau Sabrina Schmalhofer, dass sie in der Garde tanzt, der Landjugend vorsteht und gerne gegen das runde Leder tritt. Ihr Heimatort Waltendorf liege zwar im Landkreis Landshut, hätte aber dank Dreifach-Siegelrecht einen Bezug zu Mainburg, Pfeffenhausen und Au. Die letzte Botschaft hörten die anwesenden Gäste, darunter Gemeinderäte aus Au und Nandlstadt, besonders gern. Für den Siegelbezirk Pfaffenhofen ging Eva-Maria Eisenmann ins Rennen, die wie ihre Vorrednerin ihre Brötchen bei der Sparkasse verdient. Kathrin Obermeier, die Agrarmarketing in Weihenstephan studiert, gab schon mal ihr Fernziel bekannt: „den Betrieb meiner Eltern als Hopfenbäuerin übernehmen.“ Das brachte ihr zwar viel Applaus der Pflanzer ein, letztlich reichte es aber nur für Platz drei. Ein Stechen musste über Platz eins und zwei entscheiden: Mit 1156 zu 1114 Stimmen fiel die Wahl denkbar knapp aus.

Frenetisch war der Jubel, den das neue Hallertauer Dreigestirn mit ihren Vorgängerinnen und sechs Produktköniginnen unter Blitzlichtgewitter genießen durfte. Ministerin Ulrike Scharf war es vorbehalten, die strahlende Königin Regina mit Schärpe und großem Lebkuchenherz zu dekorieren.

Martin Hellerbrand

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