Applaus, Applaus: Die 100 Neufahrner Abiturienten wurden vom Publikum in der OMG-Aula gefeiert. Foto: Gleixner

Auch OMG verabschiedet seine Absolventen

Neufahrn - Sie strahlten mit der Sonne um die Wette: die Eltern, die Lehrer und vor allem die Absolventen des Oskar-Maria-Graf-Gymnasiums. Die offizielle Verabschiedung am gestrigen Freitag war für die 100 Abiturienten der krönende Abschluss ihrer Schullaufbahn.

Die vergangenen Jahre waren für die Schüler eine „Zeit von hohem Erinnerungswert und großer Wichtigkeit“, da war sich Christoph Strödecke, stellvertretender Schulleiter, sicher. Dass sich das Lernen aber nicht nur auf Physik und Chemie beschränkt, sondern auch auf das Leben vorbereitet, dass es neben den reinen Leistungen auch auf Mut und Selbstvertrauen ankommt, betonte die Vorsitzende des Elternbeirats, Claudia Gaus. „Im Leben ist es der ganze Mensch, der zählt“, sagte sie in ihrer Abschlussrede.

Bürgermeister Franz Heilmeier lobte die Schüler ebenfalls, aber auch das Engagement der Lehrer und Eltern. Die Mühen aller hätten Früchte getragen.

Dieser Abiturjahrgang ist zum zweiten Mal in Folge der beste des Landkreises mit einem Gesamtschnitt von 2,18. Darauf ist natürlich auch Schulleiter Franz Vogl stolz. Und auch auf das Engagement seiner Absolventen abseits des Unterrichts. „Mit euch verliert die Schule wichtige Stützen“, betonte er.

Ein bisschen vermissen werden die Abgänger ihre Schule, die sie liebvoll als „Kammer des Schreckens und Raum der Wünsche“ bezeichneten, sicher auch. In ihrer Abschlussrede nahmen Johannes Baumgardt und Amelie Ebner die Gäste mit auf einen Streifzug durch ihre Schulzeit. An Humor haben die jungen Erwachsenen durch das viele Lernen offenbar nicht eingebüßt. Mit ironischem Unterton zogen die Redner Bilanz: über Schullandheim und Segellager, Hausaufgaben und Raumtemperaturen. Einen besonderen Dank hatten sie für Oberstufenkoordinator Klaus „Klausimausi“ Lange dabei. Er bekam unter Applaus und Pfiffen einen Pokal überreicht - mit den Worten „100 Abiturienten, 100 Punkte“.

Mit der Hoffnung manchner Eltern räumten die Abiturredner auch noch auf: „Die Rechnung, dass man einen Haufen großer Kinder jetzt einfach in das Wirtschaftssystem schmeißt, geht nicht auf“, sagt Amelie Ebner. Viel wichtiger sei es jetzt, sich auszuprobieren, zu reisen, andere Erfahrungen zu sammeln. „Man darf dem System einfach mal getrost den Stinkefinger zeigen.“ Der Applaus gab ihr Recht. Sorgen muss man sich um die Zukunft des landkreisbesten Jahrgangs ohnehin nicht. Oder wie es Johannes Baumgardt mit den Worten der Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling ausdrückte: „Alles gut.“

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