Die Jungen müssen übernehmen: Beim Aktionsbündnis Aufgemuckt weiß man, dass der Nachwuchs aktiv werden muss. foto: Rainer Lehmann

Viele Aktionen geplant 

Aufgemuckt-Versammlung: “Occupy Staatskanzlei“ und „Nicht mein Ministerpräsident“

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Man plant wieder „Occupy Staatskanzlei“, startet die Postkartenaktion „Nicht mein Ministerpräsident“ und nimmt an einer Großdemo teil: Aufgemuckt macht im Landtagswahlkampf mobil. Und nach 13 Jahren Kampf gegen die Startbahn sucht man die „next generation“.

Freising – Greenpeace Moosburg wird nicht Mitglied beim Aktionsbündnis Aufgemuckt, aber man hat sich von der Zentrale in Hamburg das Okay geholt, sich im Kampf gegen die dritte Startbahn aktiv einzubringen. Und das kann Aufgemuckt gerade auch in den kommenden Monate gut brauchen, wenn man es dem designierten Ministerpräsidenten Markus Söder „nicht durchgehen lassen“ will, dass er offenbar durch die Ankündigung, vor 2021 werde mit dem Bau nicht begonnen, die Startbahn aus dem Landtagswahlkampf heraushalten wolle. „Nein, wir werden es zum Thema machen“, verkündete Aufgemuckt-Sprecherin Helga Stieglmeier bei Mitgliederversammlung am Mittwoch im Grünen Hof.

Grünen-MdL Christian Magerl betonte, es gebe nur eine Forderung, die den Startbahngegnern endgültig Sicherheit gebe: „Der Planfeststellungsbeschluss muss weg.“ Dass die CSU inzwischen am Widerstand nicht vorbeikomme, das sei laut Magerl „ein enormer Erfolg“. Darauf aufbauend hat man am Mittwoch folgende Aktionen für den Landtagswahlkampf beschlossen: Wie schon vor dem Bürgerentscheid in München wird man wieder eine „Occupy Staatskanzlei“-Aktion starten. Zudem wird man eine Postkartenaktion unter dem Motto „Nicht mein Ministerpräsident“ initiieren. Den Appell von Grünen-Landtagskandidat Johannes Becher, man brauche eine große Aktion in München, um das Thema Startbahn überregional aufs Tapet zu bringen, nahm Christine Margraf vom BN auf und verwies auf eine Großdemo, die der Bund Naturschutz für den 15. oder 22. September in München plane. Da könne und sollte Aufgemuckt mit von der Partie sein. Im Übrigen sei das Thema „Startbahn“ bei allen Kreisgruppen des BN in Bayern „gesetzt“, so Margraf, werde also auch auf diesem Weg im gesamten Freistaat thematisiert.

Mehrere Aufgemuckt-Mitglieder forderten immer wieder, dass man folgende Botschaft verkünden müsse – und zwar bayernweit: „Wer CSU wählt, wählt die dritte Startbahn“, wie es Michael Besch aus Kranzberg formulierte. Ein Startbahngegner aus Berglern fasste es so zusammen: „Man löst viele Probleme, wenn es die CSU nicht mehr gibt.“ Und Hartmut Binners Appell war: „Wir müssen Söders Angst vor dem Widerstand schüren.“

Weil die dritte Startbahn das Aktionsbündnis Aufgemuckt also noch länger beschäftigen dürfte, kam am Mittwoch zum ersten Mal auch das Thema Nachwuchs zur Sprache: Nach 13 Jahren Abwehrkampf kämen die Recken allmählich in die Jahre, so der Tenor. Jetzt müsse man die Jungen für den weiteren Kampf gewinnen, der wohl bis 2021 oder 2025 dauern werde. Allmählich müsse der Widerstand in die Hände der nächsten Generation übergehen, mahnten Magerl und Stieglmaier.

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