Im Schutze der Dunkelheit schlagen Einbrecher vermehrt zu – auch im Landkreis Freising. Foto: Archiv

Aufpassen, wenn’s finster wird

Landkreis - Der Tag geht, der Einbrecher kommt: In der dunklen Jahreszeit nimmt die Zahl der Wohnungseinbrüche in und um Freising wieder zu.

Am Sonntag ist Tag des Einbruchsschutzes - und das passt: Wenn’s nämlich draußen eher dunkel wird, dann machen sich die Gesetzeshüter auf viel Arbeit gefasst. Denn dann sind vermehrt Einbrecher unterwegs und betreiben ihr schändliches Handwerk. Und das seit Jahren auch massiv in der Stadt und im Landkreis Freising, wie die jüngsten Zahlen der Polizei zeigen. „Die Quoten bewegen sich schon lange unverändert auf hohem Niveau“, heißt es in der Bilanz des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord für das vergangene Jahr: 201 Fälle mussten 2013 bearbeitet werden. Die Ermittler waren vor allem im November (25 Fälle) und Dezember (21) stärker gefordert als im restlichen Jahresverlauf, wo zwischen fünf und 13 Fälle pro Monat anstanden. Sehr hoch ist die Fallzahl für den vergangenen Januar: Da mussten 41 Einbruchsdelikte bearbeitet werden. Die Bilanz der PI Freising für 2013 zeigt vor allem im Stadtbereich einen drastischen Anstieg: 42 Mal wurde insgesamt in Häuser oder Wohnungen der Domstadt eingebrochen. Das ist fast doppelt so viel wie 2012.

Freisings PI-Chef, Polizeioberrat Ernst Neuner, beobachtet die Entwicklung mit Sorge: „Vor allem, weil wir es neuerdings immer öfter mit organisierten kriminellen Gruppen zu tun haben und weniger mit dem klassischen Einzeltäter.“ Wie schon sein Vorgänger Anton Hemmer, ist sich Neuner bewusst, dass der Landkreis Freising mit seiner doppelten Autobahnanbindung anziehend für Täter ist, die schnell zuschlagen und genauso schnell verschwinden wollen. Denn meist warten im Osten Europas die Großabnehmer auf die Beute.

Um Einbrechern schon im Vorfeld ihren Job zu versalzen, setzt die Polizei in Freising auf Prävention. Vor wenigen Tagen waren die Beamten im Großraum Eichenfeldsiedlung, Plantage, Rotkreuz-, Haindlfinger und Wippenhauser Straße unterwegs. Im Gepäck hatten sie Infoflyer, in denen Wissenswertes zum Schutz steht. „Der Bürger ist mit unser wichtigster Fahnder“, meint der Polizeirat.

Vor allem bei längerer Abwesenheit sollte man seine Nachbarn bitten, ein Auge auf das Heim zu haben: „Insbesondere der Briefkasten sollte regelmäßig geleert werden“, meint Neuner. „Auch, dass ab und zu Rolladen bewegt werden oder das Licht in der Wohnung in unregelmäßigen Abständen an- und ausgeschaltet wird, schreckt Einbrecher wirksam ab“, erklärt Neuner. Dass alles könne man beispielsweise mit Freunden organisieren - und „sich so Ärger“ und den Gesetzeshütern Mehrarbeit ersparen.

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