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Ständig an der Strippe: Als angehende Industriekauffrau muss man gut kommunizieren können.

Knotenpunkt der Firma

Bei Industriekaufleuten laufen viele Fäden zusammen

Von der Metallverarbeitung bis zum Automobilbau: Industriekaufleute gibt es in vielen Branchen. Sie kümmern sich um Einkauf, Lagerung oder Personal. Und das ist nur ein Teil ihrer Aufgaben. Wer es vielseitig mag, hat hier Spaß.

Der Industriekaufmann ist einer der am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe in Deutschland. „Das liegt auch daran, dass die Fachleute in vielen Branchen im Einsatz sind“, sagt Gabriele Jordanski, Expertin für das Thema beim BIBB. Sie sind in der Automobilbranche genauso zu finden wie in der Lebensmittelindustrie oder der Metallverarbeitung.

Dabei übernehmen sie eine Vielzahl von Aufgaben. Sie kümmern sich um den Wareneinkauf. Sie holen Angebote ein, machen die Bestellungen, wickeln die Lieferung ab und sorgen dafür, dass die Lager gefüllt sind. Ein anderer Schwerpunkt der Arbeit ist der Bereich Buchhaltung. Zu ihren Aufgaben gehört weiter das Thema Personal. Auch die Lohn- und Gehaltsabrechnungen können Bestandteil des Jobs sein. Je nach Branche eignet man sich außerdem spezifische Kenntnisse an.

Jugendliche sollten sich klarmachen, dass sie in dem Job häufig viel Verantwortung tragen. Industriekaufleute sind eine Art Dreh- und Angelpunkt im Unternehmen und halten viele Fäden in der Hand, sagt Jordanski. Wer die dreijährige Ausbildung zum Industriekaufmann machen will, braucht keinen bestimmten Schulabschluss, ein Realschulabschluss ist aber eine gute Voraussetzung.

Personaler achten bei den Zeugnissen auf gute Noten in Mathe, Deutsch und, wenn es das Fach an der Schule gab, in Wirtschaft. Je nach Einsatzgebiet und Branche werden auch gute Englischkenntnisse gebraucht, erzählt Jordanski. Im Betrieb durchlaufen die Jugendlichen alle Abteilungen, in denen sie später arbeiten können. Dann spezialisieren sie sich etwa auf Marketing, Vertrieb, Logistik oder Personalwirtschaft.

In der Berufsschule stehen Themen wie Jahresabschluss oder Personalwirtschaft auf dem Stundenplan. Wollen Jugendliche den Beruf ergreifen, sollten sie gerne kommunizieren. Die Chancen auf Übernahme nach der Ausbildung sind derzeit gut, sagt Paul Ebsen, Sprecher der Bundesagentur für Arbeit.

Wer sich nach der Ausbildung weiterqualifizieren will, kann eine Aufstiegsweiterbildung zum Industriefachwirt machen, sagt Jordanski. Wer die Hochschulzugangsberechtigung hat, kann einen Bachelor zum Beispiel in Wirtschaft in Betracht ziehen.

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Julia Naue und Kristin Kruthaup

Ausbildung 2017: Breites Angebot an Möglichkeiten

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