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Kein Job für Einzelkämpfer: In der Küche läuft alles Hand in Hand.

Ran an den Herd

Köche sind auf der ganzen Welt gefragt

Wer zu Hause gerne in der Küche steht, ist in dem Beruf schon einmal nicht verkehrt. Doch Leidenschaft für leckere Gerichte allein reicht nicht.

Köche müssen zum Beispiel echte Teamplayer sein. Und ohne Kopfbedeckung geht in der Profi-Küche nichts. Ausgebildeten Köchen stehe die Welt offen, erklärt Deborah Schumann, Sprecherin des Verbands der Köche Deutschlands (VKD). Viele arbeiten zumindest zeitweise im Ausland. Die Essenszubereitung ist dabei nur eine Aufgabe im Job. „Köche müssen heutzutage wirtschaftlich mitdenken, nicht nur in leitender Funktion“, erläutert Schumann. 

Es geht darum, bei Lebensmitteln die Preise und die Qualität zu vergleichen, Veranstaltungen zu planen, die Essensmenge zu kalkulieren sowie Lieferbedingungen auszuhandeln. Außerdem müssen sie Menüfolgen erstellen und die Gäste beraten. Kaufmännische Fähigkeiten sind das eine. Daneben sei jedoch handwerkliches Geschick unerlässlich, erklärt Sandra Warden vom Dehoga-Bundesverband in Berlin. Außerdem spielt Sauberkeit im Alltag eine elementare Rolle. Dieser Aspekt geht in den diversen Kochshows im Fernsehen häufig unter, wie Herkle sagt. Anstelle von Alltagsbekleidung wird in der Profi-Küche Arbeitskleidung getragen - dazu gehört etwa eine Mütze. So geraten keine Haare ins Essen. 

Von Bewerbern wird zumindest ein Hauptschulabschluss erwartet. Sie sollten außerdem körperlich belastbar sein, denn mitunter müssen sie schwere Töpfe, Schüsseln oder Pfannen tragen. Wer einen Ausbildungsplatz bekommt, setzt sich in der Berufsschule etwa damit auseinander, was in Nahrungsmitteln genau enthalten ist. Alles Praktische läuft im Betrieb. Das können neben Hotels und Restaurants Kantinen, Krankenhäuser, Pflegeheime oder Catering-Firmen sein. 

Die Ausbildungsvergütung ist regional unterschiedlich

Sie liegt laut Bundesarbeitsagentur zwischen 428 Euro im ersten und bis zu 896 Euro brutto im dritten Ausbildungsjahr, kann aber auch deutlich niedriger sein. Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung gibt Schumann mit zwischen 1600 und 2000 Euro brutto an. Je nach Arbeitgeber kann es auch mehr oder weniger sein. Diejenigen, die weiterkommen wollen, können etwa einen Meisterkurs besuchen oder sich zum Fachwirt im Gastgewerbe fortbilden lassen.

Hier geht's zum Journal "Ausbildung 2017"

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