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Vielseitiger Beruf: "Mediengestalter Bild und Ton" setzen Fernseh- und Hörfunkproduktionen technisch um.

Wie werde ich...? Mediengestalter

Ob Internetauftritt, Filmbeitrag oder Werbebroschüre: bei Medienproduktionen aller Art sind Mediengestalter fast immer beteiligt. Voraussetzung für die im Regelfall dreijährige Ausbildung ist ein Hauptschulabschluss.

„Der Beruf ist allerdings sehr beliebt”, erklärt Thorsten Koletschka, Referent im Bereich Berufsbildung der Handelskammer Hamburg. „Bessere Chancen hat man mit einem guten Realschulabschluss oder Abitur.” Interessenten können zwischen zwei Berufsprofilen wählen: „Mediengestalter Bild und Ton” setzen Fernseh- und Hörfunkproduktionen technisch um. „Mediengestalter für Digital- und Printmedien” sind mit der Gestaltung von Druckerzeugnissen und Internetauftritten befasst.

„Mediengestalter für Digital- und Printmedien sollten kreativ sein und zeichnen können”, erklärt Koletschka. „Mediengestalter Bild und Ton brauchen vor allem technische Interessen und Begabungen.” Sie beraten bei Rundfunk, Film und Fernsehen zum Beispiel Redakteure und Kameraleute bei der Planung. Ist ein Beitrag abgedreht, wird er von Mediengestaltern überarbeitet: Sie schneiden das Bild- und Tonmaterial zusammen. Mediengestalter für Print- und Digitalmedien stehen häufig in Kontakt zu Kunden, so Stefan Reinhart, Ausbilder für Mediengestalter beim Berufsförderungswerk Hamburg. Wird mit einem Kunden über einen Entwurf diskutiert, gilt es einen Mittelweg zu finden zwischen Anpassungsbereitschaft und dem Wunsch, eigene gestalterische Ideen zu verteidigen. 

„Man sollte außerdem auf jeden Fall einen Draht zu Medien haben”, betont Reinhart. „Wenn man schon mal eine eigene Webseite gebaut hat oder einen Flyer für einen Handwerksbetrieb, ist das gut für die Bewerbung.” Anders als bei Bild und Ton sind in bei der Ausbildung im Digital- und Printbereich verschiedene Spezialisierungen möglich. Kaufmännisch Interessierte können als Medienberater aktiv werden, Kreativen bietet die Fachrichtung Mediendesign Chancen. Technikfreaks sind eher in den Fachrichtungen Medienoperating und Medientechnik zu finden. Arbeitgeber sind zum Beispiel Werbeagenturen, Druckereien und Verlage. 

Das Einkommen von Mediengestaltern hängt von ihrer Spezialisierung und ihrem Arbeitgeber ab. Im Durchschnitt können Angestellte nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit mit 1900 bis 2300 Euro monatlichem Bruttogehalt rechnen. Talent vorausgesetzt ist aber auch mehr drin: „Gute Designer werden von Unternehmen durchaus gefördert und können zum gut bezahlten Art Director aufsteigen”, sagt Reinhart.

Hier geht's zum Journal "Ausbildung 2017"

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