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Rund 60 interessierte Damen waren zum gemeinsamen Weltgebetstag der evangelischen und katholischen Kirche gekommen.

Weltgebetstag der Frauen in Hallbergmoos

„Ausflug“ auf die Philippinen – ohne die großen Urlaubsgefühle

Hallbergmoos – Gemeinsam haben Frauen der katholischen und evangelischen Kirche anlässlich des Weltgebetstags einen Blick auf die Philippinen geworfen. Unter dem Titel „Was ist fair?“ beschäftigten die Teilnehmerinnen mit Alltag ihre Geschlechtsgenossinnen in dem südostasiatischen Land.

Der Weltgebetstag stößt, wie der Blick in den Pfarrsaal St. Theresia zeigt, auf großes Interesse: Etwa 60 Frauen waren gekommen, um Informationen über die Philippinen zu erhalten, sich über die Situation der gläubigen Frauen dort zu informieren, über deren Probleme und Hoffnungen zu hören, landestypische Gebete und Kirchenlieder kennenzulernen. Mehr als 7000 Inseln bilden den Staat, der im Pazifischen Ozean liegt und in dem der Reisanbau schon seit 2000 Jahren betrieben wird. Reis ist das wichtigste Grundnahrungsmittel im Land, in dem ein Großteil der 100 Millionen Menschen starken Bevölkerung in der Landwirtschaft arbeitet.

Es herrscht ein starker wirtschaftlicher Gegensatz zwischen einer kleinen reichen Oberschicht und der breiten Bevölkerungsmehrheit. Schon seit Jahren wird den Landarbeitern versprochen, dass sie einmal eigenes Land zur Bewirtschaftung erhalten. Aber die Reformen in diesem Bereich wurden noch nicht umgesetzt. Der Verdienst in der Landwirtschaft ist dabei so gering, dass es nicht zur Sicherung des Lebensunterhaltes dient. Deshalb ziehen viele in die Städte oder verdingen sich als Arbeiter und Arbeiterinnen, zumeist als Hausangestellte im Ausland. Doch auch hier erleben sie viel Unrecht und Ausbeutung. Auf den Philippinen sind 80 Prozent der Bevölkerung römisch-katholisch, eine Minderheit von fünf Prozent sind überwiegend Muslime, die zumeist im Süden auf Mindao leben.

Nachdem die anwesenden Frauen mit Hilfe von Dias über das Land informiert worden waren, gesungen und gebetet hatten, wurde das gemeinsame Essen serviert. Es gab landestypische Speisen, wobei die philippinische Küche chinesische, mexikanische, japanische und amerikanische Einflüsse vereint.

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