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Eine Rose für das engagierte Vorstandsteam mit (v. l.) Christine Biegler, Barbara Mach, Margot Buchhauser (1.Vorsitzende), Lydia Chmurycz, Gerda Streitberger, Marianne Hutten und Hildegard Felber. foto: Oestereich

Austritt besiegelt: Hallbergmooser Frauen sind nun eigentständig

Hallbergmoos - Jetzt ist es offiziell: Die Katholische Frauengemeinschaft Hallbergmoos gibt es nicht mehr. Beim Mitgliedertreffen stimmten die Frauen einstimmig für den Austritt aus dem Dekanat – und einen neuen Namen: „Frauen St. Theresia“ lautet nun die offizielle Vereinsbezeichnung.

Damit ist die Frauengemeinschaft den einmal eingeschlagenen Weg konsequent zu Ende gegangenen: Beitragserhöhungen des Dachverbands, denen nach dem Dafürhalten der Hallbergmooser Frauengemeinschaft keine vernünftige Gegenleistung gegenübersteht, hatten den Stein ins Rollen gebracht. Die Rüge des Dekanats, die Hallbergmooser Führungsriege würde die Ziele der Kfd nicht angemessen und aktiv genug vertreten, trug ihr Übriges dazu bei: In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Oktober 2016 beschlossen die Mitglieder mit großer Mehrheit den Austritt aus dem Dach- und Bundesverband.

In der Zwischenzeit haben Vorsitzende Margot Buchhauser und das Vorstandsteam ganze Arbeit geleistet: Die neue Satzung wurde ausgearbeitet, an alle 202 Mitglieder verschickt – und nun einstimmig akzeptiert. Der Verein ist ab sofort eigenständig, aber keine „eingetragener Verein“. Das „Katholisch“ im Namen ist nun weg, die Bezeichnung der Kirche „St. Theresia“ bleibt erhalten. Den Namensvorschlag fanden die Frauen, die zahlreiche zur Mitgliederversammlung im Neuwirt erschienen waren, schlichtweg „super“. Gerne hätte die Frauengemeinschaft noch wie geplant die Dekanatsandacht 2017 – quasi als Schlusspunkt – ausgerichtet. Aber nach dem Austritt der Hallbergmooserinnen wurde die Veranstaltung vom Dekanat anderweitig vergeben. „Wir sind aber im Guten auseinandergegangen“, betonte Buchhauser.

Der Rückhalt der Mitglieder ist in jedem Fall groß: „Es ist total schön, wie’s bei uns läuft“, betonte die Vorsitzende. „Jeder steht für jeden ein. Jeder kann Kritik vertragen, ohne es dem anderen übel zu nehmen.“ Ihr besonderer Dank galt allen Mitgliedern und den „Mädels“ des Vorstands, die mit viel Engagement bei allen Anlässen – sei es das Basteln für den Adventsbasar oder Fronleichnamsprozession – zahlreich dabei sind. Die Kolleginnen gaben den Dank zurück: Denn Buchhauser hat einige schlaflose Nächte und arbeitsreiche Tage zugebracht, um den Neustart vorzubereiten.

Auch der Vereinsreferent der Gemeinde, Heinz Bergmeier, zog anerkennend den Hut für den „mutigen Schritt“ der Frauen – und deren Zusammenhalt. Zudem kündigte die geradlinige wie humorvolle Vorsitzende für die 2018 anstehenden Neuwahlen ihre erneute Kandidatur an: „Wenn’s weiter so gut läuft, trete ich noch mal an“, sagte sie und bekam dafür viel Applaus.

Eva Oestereich

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