Nicht jedermanns Sache: Mit einer umfassenden Sanierung im Bereich der Bahnunterführung ist nicht zu rechnen. Foto: Leh

Bahnhof: Die große Sanierung ist nicht geplant

Neufahrn - Die Hoffnung auf eine baldige Sanierung des Bahnhofes hat sich zerschlagen. Zeitungsberichten zufolge hat die Bahn vor, Bahnhöfe im Münchner Norden in großem Stil instand zu setzen. Unter anderem hatten Gemeinderäte wie Thomas Seidenberger (FW) und Johannes Häuser (BfN) davon Wind bekommen und das Thema angesprochen.

Auf Nachfrage von Bürgermeister Franz Heilmeier plant die Bahn aber im Bereich Neufahrn keine allzu großen Maßnahmen im Zuge des Programms „Zukunft Bahn“. Heilmeier erklärte jetzt im Flughafen-, Planungs- und Bauausschuss zwar, dass Neufahrn darunter fällt, es sich aber nur um Reparaturmaßnahmen wie etwa die Erneuerung eines Zaunes oder um die Installation eines neuen Wetterschutzes handeln soll. Auch von „einer Grundreinigung“ ist laut Heilmeier die Rede gewesen.

Darüber hinaus kann man sich laut Heilmeier aber nicht allzu viel erwarten. Der Bahnhofsbereich, respektive die Bahnhofunterführung, sind seit langer Zeit ein Stein des Anstoßes. Erst jüngst, in der Bürgerversammlung, gab es wieder Beschwerden. Wegen wilden Bieslern zum Beispiel und weil es dort eben bisweilen stinke wie in einem Pissoir. Dass es rund um den S-Bahn-Halt keine öffentliche Toilette gibt, ist ebenso ein ewiger Kritikpunkt. Auch die auf Verhandlungsbasis erreichte Mitbenutzung der Toilette in einem Backshop hat das Problem nicht lösen können. Zumal diese nur zu den Öffnungszeiten zur Verfügung steht.

Mit einer Verbesserung der Situation ist nach dem von Heilmeier erklärten Stand der Dinge also nicht zu rechnen. Besagtes Programm sei „eine Maßnahme der Bahn auf ihrem Areal“. Heißt: Die lassen sich da nicht reinreden.

Ärger hatte es auch auf dem Bahnhofsvorplatz gegeben - wegen Verkehrsrowdies, die den Kreisverkehr als Rennstrecke missbrauchen. Abhilfe sollte eine Schwelle im Einfahrtsbereich schaffen. Die ist laut Manuela Binger (SPD) aber zu kurz und zu klein geraten. Sie sei mehrfach darauf angesprochen worden, dass das nichts bringe. Das sieht auch Anrainer und Hotelier Günter Maisberger so. Auch wenn es seither etwas ruhiger zugehe am Kreisel, wie er im Ausschuss einräumte.

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