Alle für das Windrad: Projektant Vitus Hinterseher (SL Windenergie) sowie Martin Hillebrand, Andreas Henze und Werner Hillebrand-Hansen (alle BEG, v. l. ). Foto: zz

Bald drehen die Bürger am Windrad

Fahrenzhausen - Die Bürger-Energie-Genossenschaft Freisinger Land (BEG) firmiert ab sofort als Bauherr und Betreiber der Windkraftanlage bei Kammerberg.

Sie heißt Enercon E 115, wird eine Nabenhöhe von 149 und eine Gesamthöhe von 207 Meter haben: die zweite Windkraftanlage im Landkreis Freising, die - wenn alles nach Plan läuft - im kommenden Jahr bei Kammerberg errichtet werden soll. Was die SL Windenergie Entwicklung GmbH von Vitus und Hubert Hinterseher bisher an Vorarbeiten geleistet hat, wird jetzt von der BEG übernommen. Damit, so betonte gestern Vitus Hinterseher, werde das Versprechen eingelöst, das man seit Anbeginn der Planungen gemacht hatte: Man hole die Bürger ins Boot und wolle, dass die Wertschöpfung in der Region bleibe.

Wie das mit der Bürgerbeteiligung funktionieren soll und wie man von der Gesamtinvestitionssumme in Höhe von rund 5,3 Millionen Euro mindestens 1,5 Millionen Euro an Eigenkapital aufbringen will, das erläuterten gestern die Vorstände der BEG: In einem ersten Schritt könnten alle Landkreisbürger über die Genossenschaft einen Anteil von exakt 1000 Euro an dem Windrad erwerben. Dann komme das „Zwiebelschalenprinzip“ zum Tragen, so Werner Hillebrand-Hansen. Will heißen: Erst können Bürger der Windrad-nahen Ortschaften Kammerberg, Weißling, Lauterbach und Kollbach Anteile erwerben (eine Höchstgrenze wird noch bekannt gegeben), dann die Bewohner der umliegenden Gemeinden Fahrenzhausen, Petershausen, Hohenkammer, Kranzberg und Vierkirchen, schließlich alle anderen Bürger, die mehr als 1000 Euro investieren wollen.

BEG-Vorstand Martin Hillebrand ist zuversichtlich, dass man die 1,5 Millionen Euro bis März 2015 zusammenbekommen werde. Anteile wird man ab Mitte Januar erwerben können, wenn es in Fahrenzhausen eine große Auftaktveranstaltung mit allen Detailinformationen geben wird.

Die Betreiber rechnen mit einer Rendite von rund drei Prozent. Sowohl Hinterseher als auch die BEG-Vertreter betonten, dass man mittels zweier Untersuchungen die Wirtschaftlichkeit des Projekts habe berechnen lassen. Hillebrand sprach von einem „positiven Ergebnis“, so dass man „sehr guter Dinge“ sei.

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