Vereinsvorsitzender spricht über die Konzepte

Basteln an der Montessori-Schule in Moosburg

Moosburg - Ein wichtiger Schritt in Richtung Montessori-Schule in Moosburg ist geschafft: Als Standort wurde das Gelände der Wittibsmühle zwischen Wang und Moosburg ausgewählt. Ab September 2017 soll dann der Schulbetrieb mit Grund- und Mittelschülern aufgenommen werden.

Das 630 Quadratmeter große Gebäude bietet jede Menge Platz für Kinder, Lehrkräfte und Materialien. Viel müsse laut Thomas Becker, Vorsitzendem des Montessorivereins Moosburg, nicht umgebaut werden. „Die sanitären Einrichtungen werden vergrößert, ansonsten sind es nur kleinere Arbeiten.“ Bereits 72 Anmeldungen sind bei Becker eingegangen, „die sich bis 2020 erstrecken“. Bis zur Antragstellung beim Kultusministerium im kommenden März hat der Verein noch einiges vor. „Oberstes Ziel ist es natürlich, weitere Anmeldungen zu erhalten und geeignete, bestenfalls Montessori-erfahrene Lehrkräfte zu finden.“

In den nächsten Wochen sollen unterschiedliche Projekte geplant und Berichte erstellt werden. „Zusammen mit einer Agrarexpertin möchten wir auf dem Gelände bedrohte Tierarten halten und vielleicht sogar züchten“, berichtete Becker, der in Wang lebt. Auch die Verzahnung von Lehrplan und Praxis ist ein großer Wunsch des Vorstandes. So sollen Flächen- oder Volumenberechnungen nicht an der Tafel erklärt werden, sondern draußen, beispielsweise auf dem Feld. „Ich wünsche mir projektorientiertes Arbeiten, das praxisübergreifend geschieht,“ erklärte Becker.

Fest steht, dass es eine Grund- und Mittelschule geben wird. „Zusätzlich wird für die Grundschule ein Hort eingerichtet“, sagte der Wanger. Für eine Ganztagsbetreuung ist die Nachfrage bisher zu gering. „Ich hätte es gerne angeboten. Wir befinden uns hier aber in einer ländlichen Umgebung. Viele Eltern sind nicht darauf angewiesen.“ So wird vormittags der Lehrplan umgesetzt, nachmittags erhalten die Schüler dann die Möglichkeit, ihr Wissen zu erweitern oder zu vertiefen.

Das Schulgeld soll nach dem Einkommen der Eltern gestaffelt werden, damit auch sozial schwächer gestellte Familien die Möglichkeit haben, ihre Kinder auf die Montessori-Schule zu schicken. Für Becker ist das besonders wichtig: „Jedes Kind, das zu uns möchte, soll auch aufgenommen werden.“

Anna Schledzinski

Rubriklistenbild: © dpa

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