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Erster Zwischenfall nach 22 Jahren Plus-Festival: Am Samstag wäre es  beim Vöttinger-Weiher-Open-Air beinahe zur Katastrophe gekommen. Ein 24-Jähriger ist im See untergangen. Nach drei Minuten unter Wasser konnten ihn Festival-Gäste an die Oberfläche holen, der junge Mann wurde erfolgreich reanimiert. Sein Zustand ist stabil.  

Dramatische Rettung vor dem Ertrinken

Beinahe-Katastrophe beim großen Plus-Finale

Freising - Dramatische Szenen am Vöttinger Weiher: Nur durch das schnelle Eingreifen von Helfern und Rettungskräften konnte ein Besucher des Plus-Festivals vor dem Ertrinken bewahrt werden.

21 Mal feierte man am Vöttinger Weiher das Plus-Festival. Und nie ist etwas passiert. Am Wochenende nun traf sich die Fangemeinde zum 22. und letzten Mal am Weiher. Und beinahe wäre es zu einer Katastrophe gekommen.

Ein 24-Jähriger konnte am Samstagnachmittag knapp vor dem Ertrinkungstod gerettet werden. Sein Leben verdankt er dem heldenhaften Einsatz einiger Festivalbesucher. Plus-Chef Reinhard Fiedler ist der Schreck noch immer anzusehen. Gerade ist der junge Mann, der den Vöttinger Weiher schwimmend durchqueren wollte und dabei untergegangen war, mit dem Krankenwagen abtransportiert worden. Er liegt jetzt in der Intensivstation des Freisinger Krankenhauses. Sein Zustand soll stabil sein.

Festivalgäste haben kurz vorher bemerkt, wie der 24-Jährige aus dem Landkreis Rosenheim unkontrollierte Schwimmbewegungen machte und dann plötzlich unterging. Sofort werden die Rettungskräfte alarmiert, die dann auch mit einem Surfboard zur Unglücksstelle schwimmen.

Ein halbes Dutzend Festivalbesucher ist aber ebenfalls auf den Vorfall aufmerksam geworden und reagiert noch schneller. „Wir saßen am Ufer, auf einmal ging die Musik aus und irgendwer rief: Da ist einer im Wasser untergegangen!“, beschreibt Christian Kreitmeier (22) aus Freising die dramatische Situation. Sofort hätten einige Besucher ihre Jeans ausgezogen und seien ins Wasser gesprungen. Immer wieder müssen die Helfer ins trübe Wasser hinab tauchen. „Du siehst überhaupt nichts mehr“, beschreibt ein noch immer geschockter Kreitmeier die Lage. Nach geschätzten drei Minuten erwischt ein Retter – laut Polizei ein 26-Jähriger aus dem Landkreis Traunstein – den 24-Jährigen dann doch und zieht ihn wieder an die Wasseroberfläche. Ganz blau im Gesicht sei der Gerettete gewesen, erzählt Kreitmeier. Der 24-Jährige wird reanimiert und ins Klinikum gebracht.

Bei Fiedler sitzt der Schock tief: „Der erste Zwischenfall nach 22 Jahren! Aber ich bin froh: Alles hat geklappt, das Sicherheitskonzept hat sich bewährt.“ Reinhard Fiedlers Bruder Christian ist nicht nur Plus-Helfer, sondern auch Notarzt. Er weiß, dass der 24-Jährige offenbar volltrunken war. Seine Freundin habe ihn noch davon abhalten wollen, durch den Weiher zu schwimmen, sei aber rüde zurückgestoßen worden. Ob das Gehirn des 24-Jährigen nach drei Minuten ohne Sauerstoff Schaden genommen habe, wisse man erst nach ein paar Tagen, sagt Christian Fiedler.

Andreas Beschorner & Armin Forster

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