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Hält mehrere Weltrekorde im Breakdance: Benedikt Mordstein aus Freising, hier im Jahr 2008

Neue Show auf ProSieben

Benedikt Mordstein tanzt um die Million

Freising - Pro-Sieben-Sat.1 startet am Donnerstag mit einem neuen Format ins Abendprogramm. Unter den Kandidaten der Show "Millionärswahl" ist auch der Breakdancer Benedikt Mordstein aus Freising.

Die Vorgabe ist einfach. Andere für sich gewinnen, egal womit – das ist das Ziel der neuen Pro Sieben-Sat.1-Mitmachshow „Millionärswahl“, die am Donnerstag um 20.15 Uhr auf Pro Sieben startet. Mit dabei in der von Elton und Jeannine Michaelsen moderierten Show ist auch der Breakdancer Benedikt Mordstein aus Freising. Der vierfache Inhaber von „Guinness“-Weltrekorden will als zusätzlichen Anreiz im Finale am 31. Januar seinen fünften Weltrekord aufstellen. In welcher Disziplin, bleibt vorerst geheim. Doch das ist nur ein – wenn auch spannender – Nebenaspekt, denn eigentlich will der 20-Jährige mit der Show etwas anderes erreichen. Er will seine Leidenschaft für diesen Sport weitergeben, die Jugendlichen von der Straße holen.

Alles fing an mit einem Faschingsprinzen in Zolling (Landkreis Freising). Der damals zehnjährige Benedikt beobachtete dessen Versuch, sich im Handstand auf nur einer Hand zu drehen. Natürlich musste das temporäre Blaublut scheitern, es war ja auch nur ein Jux. „Aber das hat mich so gefesselt, und ich dachte mir: Das ist mein Ding“, erzählt Mordstein unserer Zeitung. Fortan also durften die Eltern ihren Sohn nicht wie die jüngere Schwester von Reitplatz zu Reitplatz, sondern von Auftritt zu Auftritt kutschieren. Der Vater flog sogar mit dem 13-Jährigen nach Las Vegas zur amerikanischen Meisterschaft – mit Erfolg. Der Filius gewann sie, wie die deutsche und die Europameisterschaft auch. „Meine Eltern fanden meine Leidenschaft super“, sagt Mordstein. „Ich war beschäftigt und aufgeräumt.“ Mit 17 stellte er seinen ersten Weltrekord auf, er schaffte die meisten Sprünge auf einer Hand und auf dem Ellbogen. Schon als 14-Jähriger hatte er angefangen zu unterrichten, seit seinem Abitur im Sommer ist er nun Manager, Tänzer, Choreograph und lehrt 100 Schüler an zwei Freisinger Tanzschulen. Und die waren auch für seine Bewerbung zur Show wichtig.

Denn jeder der anfangs 26.875 Bewerber hatte einen Online-Auftritt, jeder musste so viele Bekannte wie möglich mit hochgeladenen Videos und Fotos dazu animieren, für ihn zu stimmen. Bei Mordstein funktionierte es, nun steht er im vierten Wahlgang und kämpft am Donnerstag in der ersten der insgesamt acht Live-Shows, die abwechselnd von Pro Sieben und Sat.1 gezeigt werden. Nur jeweils einer kommt ins Finale, die Zuschauer entscheiden.

Und wer sind seine sechs direkten Gegner? Und was werden sie präsentieren? Von den insgesamt 49 Übriggebliebenen will beispielsweise Lebemann Sava Pasic (45) aus Duisburg sein Geld an seine Wähler verschenken, Ralf Zanders (47) aus dem nordrhein-westfälischen Kerken sein Patenkind Neele (1) unterstützen, das an einer seltenen Erbkrankheit leidet. Und Heidi K. (52) will das Münchner Atomic Café retten – auch wenn der Mietvertrag vorerst verlängert wurde (wir berichteten). Sie würde von der Million die eine Hälfte in eine neue Location stecken und mit der anderen ein eigenes Musiklabel gründen.

Bilder der verrücktesten Guinness-Rekordversuche

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Mordstein hat Unterstützer dabei. „Meine drei besten Schüler tanzen im Halbfinale mit mir“, sagt er. Der Sender sei von dieser Idee begeistert gewesen. Denn nicht nur für die 13- bis 14-Jährigen aus Marzling, Langenbach und Untermarchenbach (alle Landkreis Freising) ist der Auftritt der erste große in ihrem Leben, sie verdeutlichen auch Mordsteins Philosophie. Er will mit dem Gewinn noch mehr Jugendliche fördern und Workshops, Sommerlager und Meisterschaften anbieten. Derzeit hilft ihm schon eine Krankenkasse, so kann er mit Jugendlichen auf Fitnessmessen sowie an Schulen zusammenarbeiten.

„Ich will, dass die Jugendlichen von der Straße wegkommen“, sagt Mordstein. „Ich will sie dazu ermuntern, sich wieder mehr zu bewegen – und das muss jetzt nicht unbedingt Breakdance sein. Ich möchte ihnen zeigen, wie sie sich selbst bei Auftritten besser präsentieren und ihre Grundhaltung verbessern können. So etwas hilft einem auch im späteren Leben.“

Angelika Mayr

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