Benno Zierer zieht in den Landtag ein - ohne Manfred Pointner

Freising - Seit Dienstag um 19.55 Uhr ist es nun fix: Benno Zierer zieht für die Freien Wähler in den Landtag ein. Sein FW-Kollege Manfred Pointner hat den Wiedereinzug ins Maximilianeum dagegen knapp verpasst.

Zu sagen, dass Benno Zierer gestern auf heißen Kohlen saß, wäre eine Untertreibung: „Meine Gefühlslage? Einfach schrecklich! Die Anspannung ist mit keinen Worten zu beschreiben. Diese tagelange Warterei!“ Doch das Warten hat sich gelohnt: Benno Zierer (57) hat es ins Maximilianeum geschafft. Mit insgesamt 12 596 Stimmen landete er auf der FW-Liste auf Platz vier - und das obwohl er „nur“ von Platz 42 aus ins Rennen gegangen ist.

Trotzdem hatten die Freien Wähler im Kreis Freising am Dienstag nicht nur Grund zu jubeln: Manfred Pointner (70), der im Stimmkreis Freising als Zweitstimmenkandidat angetreten war, hat den Wiedereinzug ins Parlament recht knapp verpasst. Zierer bedauert dies: „Schade, dass Manfred und ich kein Partnerticket für die Fahrt ins Maximilianeum lösen können.“

Fünf FW-Bewerber aus dem Wahlkreis Oberbayern ziehen über die Liste in den Landtag ein, Pointner belegte mit 10 744 Stimmen aber nur den achten Platz. „Seit Sonntag war mir klar, dass die Chancen gering sind“, betont er. „Aber ich sehe die Sache gelassen.“ Und außerdem: „Der Benno ist im Landtag, wir haben unser Ziel erreicht.“

Trotzdem geht damit eine große politische Karriere zu Ende: „Ich werde für keinen politischen Posten mehr kandidieren“, sagt der Freisinger. „Ich bin Alt-Bürgermeister, Alt-Landrat und nun auch bald Alt-MdL - da sieht man, dass ich langsam alt werde.“

Für Benno Zierer beginnt hingegen eine neue Zeitrechnung: „Ich kann nicht wirklich sagen, was nun in München auf mich zukommt“, so der Kleinbacherner. Fakt ist: „Ich werde weiter im Stadt- und im Kreistag bleiben.“ Ob er seinen Posten als Bürgermeister der Stadt Freising behalten soll, werde er „mit dem OB absprechen“. Auch hinter seiner Zukunft im Hauptausschuss stehe noch ein Fragezeichen. Sicher ist hingegen: „Ich werde mich im Landtag gegen die dritte Startbahn einsetzen. Das hat für mich absolute Priorität.“

Da ist er jedenfalls nicht allein. Seit gestern ist auch ganz sicher, dass Christian Magerl (57) einen der sieben oberbayerischen Grünen-Sitze im Landtag innehat. Er kam auf insgesamt 28 509 Stimmen - auf der Liste der Grünen belegt er somit Platz zwei nach Margarete Bause. (mlt)

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