Akribisches Training und Regeneration

Die "Bernie" hat Barcelona fest im Visier

Freising - Leistungssteigerung zum Saisonfinale lässt für 2010 hoffen. Bernadette Pichlmaier hat fest vor, in der deutschen Marathonmannschaft bei der Europameisterschaft zu starten

„Idealer Abschluss einer perfekten Saison.“ So wird die Deutsche Marathonmeisterin Bernadette Pichlmaier nach ihrem neuen Hausrekord Frankfurt-Marathon 2009 zitiert. Die LC-Freising-Athletin hat, wie berichtet, ihre Vorjahresbestleistung von 2:38,00 Stunden auf hervorragende 2:35:26 Stunden gesteigert und als zweitbeste Deutsche das Ziel erreicht. Mit diesem Ergebnis liegt sie auf Rang sechs der Deutschen Jahresbestenliste, die von Irina Mikitenko, seit Jahren beste deutschen Langstreckenläuferin, kasachischer Herkunft, angeführt wird.

Solche Steigerungen zum Saisonende sind nur möglich, wenn das Training und die Wettkampfplanung das ganze Jahr über akribisch auf dieses Ziel hin ausgerichtet waren und dabei immer wieder die unerlässlichen Phasen der Regeneration eingefügt wurden.

Coach Francisco Munoz hatte mit "Bernie" auf die Saisonhöhepunkte - deutsche Marathonmeisterschaft im Mai und Frankfurt-marathon im Oktober - hingearbeitet. Mit flotten Zehnkilometer-Straßenläufen und geeigneten Trainingsschwerpunkten steigerten sie die Grundschnelligkeit. Mehr noch: Er "gewöhnte" Bernadette Pichlmaier an das gleichmäßige Laufen.

Und genau dieser Umstand kaum der LC-Freising-Athletin beim Frankfurt-Marathon zugute. Zwar hatte der Veranstalter für sie und Kollegin Sonja Oberem einen Tempomacher "abgestellt", damit beide Läuferinnen sich mit ihrem Ergebnis für die Europameisterschaft 2010 anmelden empfehlen könnten, doch der "Pacemaker" stieg nach zehn Kilometern nicht nur aus, sondern hatte zu diesem Zeitpunkt die Zeitvorgabe total verfehlt.

Kollegin Sonja Oberem war wegen schlimmer Knieprobleme zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr dabei, doch das brachte Bernadette Pichlmeier nicht durcheinander. Sie absolvierte die zweite Marathonhälfte praktisch so schnell wie die erste und schaffte es sogar noch, auf den letzten Kilometern zuzulegen. Der Lohn: die phantastische Zeit von 2:35:26 Stunden. Und sie weiß, dass da noch Potenzial vorhanden ist. Die Normzeit von 2:34 Stunden müsste also für Pichlelmaier möglich sein.(mgx/mac)

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