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Eine behagliche Atmosphäre bietet der ehemalige Bauernhof, in der die Förderstätte Kleinbachern untergebracht ist.

Lebensqualität für alle

Förderstätte Kleinbachern

... ist für Betreuer und Betreute ein wohltuender Ort. Freundlich, offen, ehrlich, sympathisch – so präsentiert sich die Förderstätte Kleinbachern.

In dem historischen Gebäude werden 17 erwachsene Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung betreut, die noch nicht oder nicht mehr die Werkstatt für Menschen mit Behinderung besuchen können. Für sie ist diese Einrichtung, die zu den Isar Sempt Werkstätten gehört, ein schöner Ort zum Arbeiten und zum Lernen, vor allem aber zum Leben.

"Wir legen sehr viel Wert auf eine hohe Qualität der Betreuung, Förderung und Pflege", betont Christian Rott, Leiter der Förderstätte Kleinbachern. Das Team aus Heilerziehungspfleger*innen, Ergotherapeuten*innen und Pflegekräften ist auf dem neuesten Stand fachlicher Erkenntnisse. Die Betreuer teilen ein professionelles heilpädagogisches Denken. Sie sorgen für einen Tagesablauf, der den Menschen mit einer Behinderung (MmB) guttut – von dem Moment an, wo sie morgens mit einem Fahrdienst in die Einrichtung gebracht werden bis zum Zeitpunkt am Abend, wo es wieder nach Hause geht.

Hier können sich alle in Ruhe entfalten

Das beschauliche Kleinbachern ist für die MmB ein Ort wohltuender Unaufgeregtheit. Das alte Bauernhofgebäude, das einst umgebaut wurde, und in dem die Förderstätte seit ihrer Gründung 1994 untergebracht ist, bietet eine Atmosphäre, in der sich die Betreuten in Ruhe entfalten und entwickeln können. Hierher kommt auch das Team der Fachkräfte gerne zum Arbeiten. Die Betreuten erhalten sowohl Einzelförderung als auch Förderung durch Gruppenangebote oder interne Fachdienste. Medizintherapeutische Angebote ergänzen die heilpädagogische Arbeit. "Ziel ist es, den MmB durch eine ganzheitliche Betreuung Lebensqualität zu bieten", erklärt Rott. "Das geschieht, indem wir ihre Selbstständigkeit fördern – zum Beispiel, indem wir ihr Kommunikationsvermögen erweitern oder ihre Bewegungsfähigkeit ausbauen."

Die Menschen in Kleinbachern werden im sozialemotionalen Bereich ebenso unterstützt wie im musisch-kreativen Spektrum und in lebenspraktischen Angelegenheiten. So erhalten sie Arbeitstätigkeiten, die sie fordern, aber nicht überfordern. Die Betreuten erleben aber auch Entspannungsmöglichkeiten, und da Menschen mit schwerer Behinderung oft ein größeres Ruhebedürfnis haben als andere, stehen in der Einrichtung auch viele Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung. Großer Beliebtheit erfreut sich etwa der Snoezelenraum. Hier werden die sensitiven Wahrnehmungen geweckt, zugleich kann hier jeder seine Seele baumeln lassen.

Das Betreuerteam, das derzeit aus sechs Fachkräften und einer Auszubildenden besteht, leistet viel. Doch die Möglichkeit, einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen, stellt für alle eine große Motivation dar. Die Chance, die Lebensqualität anderer Menschen zu verbessern, erhöht zugleich die eigene Lebensfreude.

Sinnlicher Ort für die Seele: Der Snoezelenraum bietet Erholung.

Mitarbeiter dürfen eigene Ideen einbringen

Der Zusammenhalt ist groß. "Wir sind eine kleine Einrichtung, die durch ihren familiären Charakter besticht", sagt Rott. "Die Arbeitsatmosphäre ist getragen von Wertschätzung und Empathie." Gemeinsame Unternehmungen, etwa an Fasching, im Sommer oder an Weihnachten, schweißen das Team noch enger zusammen. An den Betriebsausflug im vergangenen Jahr an den Ammersee erinnern sich alle Teilnehmer noch gerne.

Besonders zu schätzen wissen es die Mitarbeiter auch, dass sie im Arbeitsalltag Freiräume haben, in denen sie ihre eigenen Ideen einfließen lassen können. In Kleinbachern ist auch die Kreativität zu Hause. 

Manuel Eser

Bewerben Sie sich bei der Förderstätte in Kleinbachern

Förderstätte Kleinbachern
Kleinbachern Nr. 7
85354 Freising-Kleinbachern
Tel: 0 81 61 / 49 66 0
Web: www.isw-freising.de
Mitarbeiter (m/w/d): 6
Auszubildende (m/w/d): 1

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