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Auf der Orientierungsmesse "Berufsfit" können sich Schulabgänger über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten informieren.

Berufsfit eröffnet

Drei Tage Infos zu Ausbildung und Studium

Nur eine Armeslänge entfernt vom Praktikum, ersehnten Job oder potenziell künftigen Chef, diese Chance bietet die Orientierungsmesse "Berufsfit".

Zum 22. Mal ist sie die Plattform schlechthin für Schulabgänger, um sich einen geeigneten Ausbildungs- oder Studienplatz im Dualen System zu suchen. Punkt neun Uhr öffnete die Messe ihrer Tore für die Schüler, über 70 Ausbildungsbetriebe, Innungen und Institutionen, aber auch allgemein- und berufsbildende Schulen sowie Hochschulen präsentieren sich am Donnerstag bis Freitag täglich bis 15 Uhr auf über 6.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

"Berufsfit": Eine Chance sich über die Zukunft Gedanken zu machen

Die Berufsfit richtet sich aber auch an Eltern, die sich über Ausbildungsplätze, Studienmöglichkeiten, Berufswege und Karrierechancen gemeinsam mit ihren Kindern Gedanken machen. Ein attraktives Rahmenprogramm mit interessanten Fachvorträgen, Workshops und Bewerbertrainings rundet das Angebot der Ausbildungsmesse Berufsfit München ab. An den drei Messetagen geht es darum, vor Ort sich gut zu präsentieren und den richtigen Ansprechpartner zu finden. Und Kontakte knüpfen!

"Sich über Internet und digitale Kanäle einen Überblick über den Arbeitsmarkt, Ausbildungsrichtungen, -voraussetzungen und auch -inhalte zu machen ist sinnvoll. Aber nichts geht über den persönlichen Kontakt. Das Zwischenmenschliche ist doch oft der ausschlaggebende Faktor, und dafür muss man sich halt vis à vis gegenüber stehen", betont Theresa Fleidl, Vorsitzende des Arbeitskreises SchuleWirtschaft Freising-Erding-Flughafen sowie Leiterin der Konzernausbildung und HR Marketing. Die ersten Schülerinnen und Schüler waren schon da, sie schildern hier ihre Eindrücke der "Berufsfit".

Ob Pflege oder Mechatronik, auf der "Berufsfit" wird jeder fündig

Emilie (14) und Sabrina (14) wollen sich auf der "Berufsfit" ganz genau umsehen.

Emilie (14) und Sabrina (14) kommen direkt aus Erding, sie besuchen beide die 9. Klasse der Heilig-Blut Mädchenrealschule. Es geht ihnen wie vielen in diesem Alter, so richtig wissen sie noch nicht, was sie später mal machen wollen. "Irgendwas medizinisches oder soziales", meint Emilie, "Zahnarzthelferin oder im Krankenhaus wäre nicht schlecht." Aber beide wollen sich wenn möglich alle Stände anschauen, "denn wo sonst kann ich mich so gut informieren? Ich wüsste nichts", sagt Emilie. 

Pflegeberufe sind nicht nur wichtig, sondern auch spannend.

Nadine Vollmuth arbeitet am Krankenhaus Freising. Sie ist Azubi im zweiten Lehrjahr: "Ein toller Beruf mit Menschen. Der Pflegeberuf ist abwechslungsreich und interessant!"

Lukas (13) und Michael (13) sind nächstes Jahr mit der Schule fertig. Aktuell lernen sie noch an der Paul Gerhard Mittelschule in Freising, schauten sie sich nach einem Praktikumsplatz um. "Es wäre toll, wenn ich heute hier viele Adressen sammeln könnte", meint Michael, der "irgendwas mit Handwerk oder Kindern machen möchte." Lukas zieht es eher zum Holz, "Schreiner würde mir gefallen. Jetzt schau' ich mir die Mechatroniker an und gehe dann bei den Schreinern vorbei."

Matthias Fischer, Leiter der Freisinger Berufsschule.

Am Stand der Kreishandwerkerschaft Freising war auch der Leiter der Freisinger Berufsschule, Matthias Fischer, der sich von den beiden Auszubildenden im dritten Lehrjahr Christian Müller und Josey Meyer zeigen ließ, wie man ein Herz aus Rohren macht.

Nach dem Abi: Ausbildung oder Studium?

Es muss nicht immer ein Studium nach dem Abitur sein, "deshalb sind wir da. Wir wollen uns umschauen, was es für interessante Berufe gibt", sagen Felix (17) und Charlotte (15) vom Anne-Frank-Gymnasium in Erding. Die Ausbildung zum SHKler (Sanitär, Heizung, Klima) würde Azubi Christian Müller (3. Lehrjahr) jederzeit wieder beginnen. Der Beruf sei spannend, "und die Berufsaussichten sind top. Uns geht die Arbeit so schnell nicht aus, wenn man sich den hier herrschenden Bauboom anschaut. Der Verdienst stimmt auch!"

"Ich weiß genau, was ich machen will, nämlich Friseurin werden", ist sich Natalie (17) sicher. Ihr erster Weg auf der "Berufsfit" war daher sofort zum Friseur-Stand. An diesem Beruf gefällt ihr, dass auch eine Schmink-Ausbildung mit dabei ist, "das ist genau das Richtige für mich." Während sie sich selbst gleich ein Make-up machen lässt, erklärt dabei Christina Schranner, selbst Auszubildende, was Natalie bei der Lehre erwartet." Christinas Chef, Tommy Rankl, steht ihr dabei zur Seite: "Früher hatten wir etwa drei Mal so viele Bewerbungen auf dem Tisch liegen. Dafür sind die heute aber qualitativ besser." Da sei auch gut so, denn "als Friseur muss man schon eine Menge lernen. Will man Visagist werden, wie ich es bin, dann kommt noch viel mehr dazu."

Roboterdame "Josie Pepper" hilft gerne weiter.

Die charmante Roboterdame "Josie Pepper" mit den großen dunklen Kulleraugen, beantwortet gerne Fragen zu den Berufsangeboten auf der "Berufsfit".

Praxisnahe Informationen direkt vom Experten

Auf der "Berufsfit" ist Praxisnähe ganz wichtig.

Praxisnah präsentieren sich die verschiedenen Berufsbilder auf der "Berufsfit". Ein Mechatroniker für Aufzugstechnik wie Deaa Alrehani (23) etwa, der sollte schon mit einer Zange umgehen können. Dass es gar nicht so einfach ist, damit einen gleichmäßigen Bogen zu biegen, dass konnte Jasmin (14) von der Heilig-Blut Mädchenrealschule Erding erfahren. "Ich suche einen Praktikumsplatz und schaue mich um, aber eine richtige Berufsvorstellung habe ich noch nicht. Hoffentlich bin ich heute Abend einen Schritt weiter."

Nicht nur für "harte Männer" ist die Bundeswehr. "Das klingt richtig spannend, was uns der Hauptmann erzählt hat. Müsste ich mir glatt überlegen", meinte Carolin (14). Auch ihre Freundinnen Nina (14), Isabelle (14) und Theresa (14) bestätigen, dass sie sich die Ausbildung oder das Studium bei der Bundeswehr ganz anders vorgestellt hätten. "Hat sich gelohnt, hier zu sein!"

Großes Angebot aus allen Berufsrichtungen

Sophia (14), Oliwia (15) und Jamelia (15) haben sich mit viel Infomaterial eingedeckt. "Wir haben uns an den Ständen beraten lassen und dann auch gleich die Prospekte mitgenommen. Das lesen wir dann alles nach." Die Messe sei toll, "ich will ja Flugbegleiterin werden", sagte Jamelia. "Für mich ist auch ein großes Angebot da", freut sich Oliwia, der eine kaufmännische Ausbildung vorschwebt.

Zu einer guten Bewerbung gehört auch ein gutes Foto.

Das Foto geht super schnell. In nur zwei Minuten können sich die Schüler ihr Bewerbungsfoto schießen lassen. Ein Profifotograf gibt Tipps für die dabei beste Haltung und auch Mimik, macht drei bis vier Fotos, bearbeitet diese kurz und verschickt sie sofort per Mail.

Auch Informationen über Au-Pair-Möglichkeiten gibt es auf der "Berufsfit".

Die "Berufsfit" kann auch international. Welche Möglichkeiten sich als Au Pair bieten, darüber informierten sich Isabel (15), Annika (14) und Alina (15). Am begehrtesten ist die USA, gefolgt von England und Spanien sowie die Niederlande. "Es muss ja nach dem Abschluss nicht gleich ein richtiger Job sein!" Was eine Vermittlung kostet, wie es mit den Sprachkenntnissen und auch Arbeitszeiten im Ausland ausschaut, "das wissen wir nun!"

sab

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