Beschluss ist ungültig: Gemeinderat muss nochmal über Wirtshaus-Areal abstimmen

Kirchdorf - Auf ein Neues, heißt es im Kirchdorfer Gemeinderat nächsten Dienstag um 19.30 Uhr. Denn da muss das Ratsgremium noch einmal über den Kauf des Areals samt Wirtschaft in der Ortsmitte von Wippenhausen abstimmen.

Ein ziemlich geknickter Bürgermeister Konrad Springer berichtete am Dienstagabend von einem Schreiben aus dem Landratsamt, nach dem der 8:7-Beschluss (nicht 7:6) vom 22. Juni nichtig sei, weil mit Vize-Rathauschef Josef Haller ein „persönlich Betroffener“ mitgestimmt habe. Springer selbst hatte in besagter Sitzung auf Nachfrage von Josef Haller dessen persönliche Beteiligung verneint. „Ein schwerer Fehler von mir und allein mein Fehler“, so Springer. In dem Fall komme der Absatz 4 des Artikels 49 der Bayerischen Gemeindeordnung zum Tragen - wonach der Beschluss deshalb ungültig sei, weil das Mitstimmen des besagten Gemeinderates „für das Abstimmungsergebnis entscheidend war“, zitierte Springer den entsprechenden Passus.

Zugleich wurde den Ratsmitgliedern die Einladung für die Sitzung am kommenden Dienstag übergeben, „somit ist auch die Ladungsfrist eingehalten“. Der Punkt neben „Verschiedenes“ heißt „Gemeindeentwicklung Wippenhausen - Entscheidung über das weitere Vorgehen“.

Der beabsichtigte Verkauf des besagten halben Grundstücks durch die Gemeinde - die andere Hälfte erwirbt ein Unternehmen - hat unterdessen in Wippenhausen, bei der betroffenen Erbengemeinschaft und darüber hinaus für Aufregung gesorgt. Denn entgegen der Darstellung des FT ist das Wirtshaus noch keinesfalls geschlossen, weswegen die dort untergebrachten Vereine auch noch nicht „heimatlos“ sind. Und die Feuerwehr drängt auch nicht auf ein neues Auto. Denn das haben die Wippenhausener Floriansjünger bereits.

So wird nun nächste Woche erneut über die Dorfentwicklung diskutiert. Vom Ergebnis der Abstimmung wird abhängen, ob die Gemeinde in der Lage ist, die Entwicklung in Wippenhausen in eine gute Zukunft zu lenken.

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