Besonderes Ambiente beim Lucia-Fest

Hallbergmoos - Das Lucia-Fest hat - im oberbayerischen Raum - seinen Ursprung in Fürstenfeldbruck: Von 1785 an rief die Bevölkerung dort die Heilige Lucia an, um sie um Schutz vor Überschwemmungen der Amper zu bitten. In Hallbergmoos fand das Lucien-Häuschen-Schwimmen nun begeisterte Nachahmer.

Der Weiher im Sportpark glich einem Lichtermeer: Erleuchtet von Dutzenden von schwimmenden Häuschen, die Kinder bemalt und schließlich mit brennenden kleinen Kerzen zu Wasser gelassen hatten. Die Idee, das Lucienfest in Hallbergmoos zu feiern, hatte der Förderverein der örtlichen Volksschule. Die Vorlagen für die Häuschen - vom Verein selbst entworfen - hatten die Eltern im Vorfeld in örtlichen Geschäften erhalten und mit den Kinder individuell verziert

Weil der Veranstaltungskalender in der Vorweihnachtszeit der Gemeinde voll ist, feierte hat man den Termin für das Luciafest drei Wochen zu früh. Denn eigentlich ist der Tag der Heiligen Lucia am 13. Dezember. Kein Problem, wie Diakon Thomas Zamina auf der Seebühne deutlich machte: Denn das Licht Gottes leuchte jeden Tag - ebenso wie Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit Menschen jeden Tag begleite.

Christliches Gedankengut transportieren - und für alle zugänglich machen: Darin liegt auch die Grundidee für das Luciafest in Hallbergmoos, wie die Vorsitzende des Fördervereins Andrea Holzmann erläuterte. Die Heilige Lucia lebte im Dritten Jahrhundert auf Sizilien und hatte unter dem römischen Kaiser Diokletian Verfolgung und Martyrium zu erleiden. Ihre Verehrung breitete sich vor allem in Skandinavien aus. Lesung, Tagesgebet, Fürbitten, das Vaterunser und die Segnung der Lichterhäuser waren deshalb auch Teil des Programms.

Der Modern Gospel Chor und junge Sänger des Camerloher Gymnasiums begleiteten die Premiere musikalisch und verliehen dem Fest einen stimmungsvollen Rahmen. Natürlich konnten es die vielen Kinder, die mit ihren Eltern am Ufer standen, kaum erwarten bis die Sonne untergegangen und die Häuschen endlich auf die Reise geschickt werden durften. Ausklingen lassen konnte man den Nachmittag bei Kinderpunsch, Gebäck und Bratwürsten: Die Ehrenamtlichen des Fördervereins sorgten unermüdlich für Nachschub. Die Hütten und das Areal hatte die Gemeinde zur Verfügung gestellt.

Ob’s eine Neuauflage im nächsten Jahr gibt, ließ Holzmann noch offen. Mit Blick auf die große Zahl von Besuchern dürften die Chancen allerdings nicht wirklich schlecht stehen.

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