„Knorr Fix“-Würzmischung wird zurückgerufen - aus einem aberwitzigen Grund

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Konzentriert und erfahren: Cantabile brachte Bach und Martin auf höchstem Niveau auf die Bühne. Foto: lehmann

Ein besonderes Klangerlebnis mit Cantabile

Freising - Erst barocke Festlichkeit und der Inbegriff des festlichen Jubilierens, dann einer der musikalisch wichtigsten Beiträge zum Weltfrieden aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Anders ausgedrückt: erst ein Bach, dann ein Martin. Das Vokalensemble Cantabile hatte sich für ein Konzert am Sonntag dieses außergewöhnliche Programm zusammengestellt.

Bachs „Gloria“ aus der h-Moll-Messe ist mit seinem Anfang und den folgenden acht Teilen sowieso immer eine gute Wahl, wenn es gilt, ein freudiges Ereignis wie den Abschluss der Sanierung der evangelischen Kirche zu begehen. Neben dem Chor, der schon hier sein beachtliches Können zeigte, waren auch die Solisten des Abends erstmals im Einsatz: Zwei Soli von Altistin Susanne Kelling, ein Duett von Sopranistin Susanne Winter und Tenor Bernhard Schneider sowie das „Quoniam tu solus“ mit Bass Benedikt Weiß machten schon zu diesem Zeitpunkt klar, dass man gerade ein exquisites Konzert erlebte. Dazu noch ein symphonisches Orchester - fertig war eine Musikerschar, die unter Gesamtleitung von Franz Burger nach dem Klassiker Bach ein Werk zur Aufführung brachte, das ebenfalls einen Bezug zur Christi-Himmelfahrtskirche aufwies: Frank Martins „In terra pax“ - zum Waffenstillstand des Zweiten Weltkriegs geschrieben, an dessen Ende bekanntlich die evangelische Kirche in Freising zerstört worden war. Das vierteilige Werk (Krieg, Ruf zur Umkehr, Seligpreisung/Vater unser und Verheißung) ist von großer Intensität, erfordert aber einen höchst konzentrierten und erfahrenen Chor, der die ganz unterschiedlichen Stimmungen des Werkres zwischen Hoffnungslosigkeit und Trauer zu vermitteln versteht. Cantabile ist so ein Chor.

Außerdem erfordert das bedeutende Werk der Chorliteratur des 20. Jahrhunderts ein Quintett von Solisten, die die Komposition tragen und für die Glanzpunkte sorgen: Sopranistin Winter, Altistin Kelling, Tenor Schneider, Bass Weiß und dazu Bariton Eric Ferguson, der kurzfristig für den erkrankten Wolfgang Wirsching eingesprungen war, waren so ein Quintett.

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