Besser jodeln mit Traudi Siferlinger

Eching - „Jeder kann singen und jodeln“ - so lautet die feste Überzeugung der bayerischen Musikerin und Fernsehmoderatorin Traudi Siferlinger, die in der Vorweihnachtszeit für ein ganz besonderes Volkshochschul-Seminar nach Eching gekommen war. Am Ende beschallte man gemeinsam sogar noch Balkon des Bürgerhauses aus Kirche und Bürgerplatz.

Bestätigen, beziehungsweise bezeugen können diese kühne Behauptung über 60 Kursteilnehmer, die sich im Bürgerhaus beim Selbstversuch in Kunst und Technik des Jodelns einweisen ließen. Unter den Anwesenden befanden sich eine Reihe von völlig Jodel-unerfahrenen Personen - aber auch durchaus schon fortgeschrittene Jodelfreunde. Aus Unterschleißheim beteiligte sich sogar eine große Delegation von Chormitgliedern.

Jahreszeitlich angemessen, standen „staade Jodler“ auf dem kurzweiligen Mitmach-Programm. Nach einer melodischen Einstimmung von Siferlinger auf der Geige und ihrem jungen musikalischen Begleiter Johannes Sift mit seiner steirischen Harmonika ging es dann auch schon los - und zwar Schritt für Schritt jeweils drei- bis vierstimmig: „Duli-duli-duli-je-i-ri“ im Dreivierteltakt oder auch „Hops-ho-da-re-di-re-ei-ho“ - und bitte immer schön die Tonlage halten! In singende Grüppchen auf und vor der Bühne untergeteilt, hörte sich der Zusammenklang von Alt, Sopran, Tenor und Bass nach einigen Durchgängen und gezielten fachkundigen Korrekturen bzw. Anfeuerungen von Siferlinger in erstaunlich kurzer Zeit nicht nur passabel, sondern richtig imposant an.

„Nicht so ziehen“, verbesserte Siferlinger konsequent ihre Jodel-Lehrlinge und machte es richtig vor mit den klar getrennten, taktgenauen und sauber artikulierten Silben. Sie sparte aber auch nicht mit Lob: „Nächsten Sonntag trefft’s ihr euch alle in der Kirch‘“, meinte sie nach einem besonders gelungenen Durchgang. Natürlich durfte im Programm auch der bekannte Christmetten-Jodler (Text „Djo-djo-i-ri“) nicht fehlen.

Höhepunkt des nicht alltäglichen und definitiv hörenswerten Seminars war der abschließende „Jodel-Auftritt“ im Freien auf dem Balkon des Bürgerhauses, bei dem 60 Jodelstimmen über den Platz und vor allen Dingen auch in Richtung der angestrahlten Kirche von Alt-Andreas geschickt wurden. Da teilten sich alle das schöne Gefühl, dass Jodeln wahrlich „etwas fürs Herz“ ist - wie von Siferlinger eingangs schon behauptet.

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