FSM bildet Ausschuss für den Abwehrkampf gegen die dritte Startbahn

Freising - Die Aufbruchstimmung ist bei der FSM nach dem Wahlsieg von Tobias Eschenbacher ungebrochen. Jetzt wird man einen fünften Ausschuss bilden, der sich mit dem Kampf gegen die dritte Startbahn beschäftigen soll.

Rund 40 000 Euro hat die Freisinger Mitte (FSM) der ganze OB-Wahlkampf gekostet. Gut angelegtes Geld, immerhin trug man mit Tobias Eschenbacher am 25. März den Sieg davon. Es war also kein Wunder, dass am Dienstag bei der ersten Mitgliederversammlung der FSM nach der Wahl weiterhin Aufbruchstimmung unter den jetzt bereits 161 Mitgliedern herrschte. Und vor allem: Der Verein wird einen fünften Ausschuss bilden, der sich mit dem Kampf gegen die dritte Startbahn beschäftigen soll. Da könne die FSM ihre „Kampagnenfähigkeit“ abermals unter Beweis stellen, sagte FSM-Chef Florian Notter vor über 70 Anwesenden im Hofbrauhauskeller.

Der erste Auftritt am Dienstag gehörte freilich dem designierten OB: Eschenbacher schilderte, dass er fast täglich im Rathaus sei, Vorbesprechungen abhalte und Themen wie Innenstadtkonzeption, Stadtmarketing und dritte Startbahn vorbereite. Von der Verwaltung fühle er sich sehr gut unterstützt. Er zähle weiterhin auf eine starke FSM in Fraktion, Vorstand und Verein. Und weil nach der Wahl vor der Wahl sei, gelte es bereits jetzt, Planungen für die Kommunalwahl 2014 in die Wege zu leiten, wo die FSM mit einer 40-köpfigen Liste antreten werde.

Notter, für den der 25. März „der Tag war, an dem die Fantasie die Realität überholt hat“, betonte, der Wahlkampf der FSM sei wahrlich kein Internet- oder Facebook-Wahlkampf gewesen. Das sei der FSM immer wieder vorgeworfen worden. Gegenbeweis: 3000 Stofftaschen habe man verteilt, dazu 2000 Kugelschreiber. 25 000 Flyer und ebenso viele Programme habe man gedruckt („Fast alle sind weg“). Und man habe bei Infoständen und Wohnzimmer-Gesprächen einen Wahlkampf „von Angesicht zu Angesicht“ geführt. Der Mann, der das „Wahlteam“ (Notter: „Also ohne -kampf-“) geführt und nach dem Erfolg Urkunden an die „Oberbürgermeister-Macher“ verteilt hatte, bekam am Dienstag selbst eine: Klaus Höfler, der den Erfolg der FSM und Eschenbachers „von Null auf Hundert“ als „Husarenritt“ bezeichnete, ist jetzt der „Oberbürgermeister-Obermacher“.

Notter betonte, der Wahlkampf sei, von „Ausreißern“ abgesehen, fair verlaufen. Außer bei Daniel Wilke (Linke) war er sich sicher, dass man die unterlegenen Kandidaten für die Stadtpolitik brauche. OB und FSM könnten immerhin ohne die anderen Fraktionen nichts bewegen, die aber ohne Eschenbacher und die Freisinger Mitte auch nichts, so Notters Appell zur Zusammenarbeit.

15 Mitglieder der FSM wollen spontan auch zusammenarbeiten - und zwar in einem neuen Ausschuss, der sich mit dem Flughafenausbau, sprich mit dem Kampf gegen die Startbahn, beschäftigen wird.

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