Blaskapelle lässt es zum Jubiläum krachen

Hohenkammer - Selten hat ein Verein in zehn Jahren so viel hergemacht. Selten ist bei einem Jubiläum so ausgelassen gefeiert worden. Am Samstag beging die Blaskapelle Hohenkammer ihren 10. Geburtstag. Dabei machten Jung und Alt Party - zu Musik nahezu aller Couleur.

Unter Diskjockeys nennt man es PingPong, wenn sich zwei im übertragenen Sinn die Bälle zuspielen und damit ihr Publikum begeistern. In etwa so muss man sich den gemeinsamen Auftritt der beiden Ensembles der Blaskapelle Hohenkammer vorstellen: Die Gruppe der Gründer und Traditionalisten standen an einem Ende der Mehrzweckhalle, das Jugendblasorchester am anderen. Zusammen spielten sie sich die Seele aus dem Leib, bliesen beim „Marsch für zwei Blaskapellen“ mit Macht und viel Gefühl in ihre Instrumente - sehr zur Freude des Publikums in der vollbesetzen Halle. Es gab Applaus auf offener Bühne. Ein Auftakt nach Maß für eine ausgelassene Jubelfeier.

Das Jugendblasorchester unter der Leitung von Richard Mottinger hatte den Anfang gemacht - und bei den knapp 300 Zuhörern mit bekannten Stücken wie „Crocodile-Rock“ oder „Ghostbusters“ ordentlich gepunktet. Aber auch mit eigenen Arrangements, wie beispielsweise dem von Tenorhornistin Maria Sailer, die dem afrikanischen Traditional „Siyahamba“ einen blasmusikalischen Drall verlieh. Das Ensemble sang lauthals dazu, was dem Ganzen eine authentische Note gab.

Die vor zehn Jahren von Alois Hummel (Trompete) und einer Hand von Gleichgesinnten gegründete Blaskapelle legte nach. Etwa mit einem mitreißenden Medley von Udo-Jürgens-Schlagern oder mit „Hands across the sea“, einem „March“ von John Philip Sousa. Auch Klassiker wie „Wilhelm Tell“ kamen im hervorragend zusammengestellten und dargebotenen Repertoire nicht zu kurz.

Am Ende war es die Hohenkammerer Party-Combo „Hetoro“, die dafür sorgte, dass die verbliebenen Tanzwütigen außer Rand und Band gerieten.

Reden und Worte des Lobes und Dankes gab es auch. Allen voran war es Bürgermeister Johann Stegmair, der den Stellenwert der Blasmusik Hohenkammer hervorhob - gesellschaftlich und musikalisch. Dass die zahlreichen Konzerte und Auftritte der Blasmusik eine Bereicherung für die Gemeinde und weit darüber hinaus sind, daran ließ der Rathauschef keinen Zweifel aufkommen. „Ohne eure Darbietungen wären unsere Feste und Feiern nur halb so schön“, sagte Stegmair. Und er fügte an, was die Blaskapelle „alles auf die Beine gestellt“ hat: „Das war und ist eine große Leistung.“ Als Beispiel nannte Stegmair „die beeindruckenden Neujahrsserenaden“ und die Adventskonzerte.

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