Da blieb dem Planungsausschuss die Luft weg

Hallbergmoos - „Jetzt ist der Moment zum tief Durchatmen gekommen.“ Beim Blick auf die Kostenschätzung für zusätzliche Fußballumkleiden, Kassenhäuschen und Verkaufsraum im Sportpark blieb Bürgermeister Harald Reents und dem Planungsausschusses die Luft weg. Gut 700 000 Euro würden Um-/Neubau kosten. Das Gremium kam überein, dass Architekt Helmut Köpf nach billigeren Lösungen suchen soll.

Der Sportparkplaner hatte auf Wunsch des Gemeinderats Vorschläge für das Platzproblem des VfB Hallbergmoos-Goldach ausgearbeitet. Ausgangspunkt war die Überlegung, einen Lagerraum in der vorhandenen Fußballer-Umkleide in zwei Kabinen umzubauen und den Geräteraum auszulagern. Alternativ sollten Varianten aufgezeigt werden, wie in einem Neubau nördlich der Tribüne Umkleiden, Duschen, Toiletten, Kassenhäuschen und Verkaufsraum integriert werden können.

Die Kostenansätze, die Köpf nur grob nach sogenannten Kostenkennwerten geschätzt hat, sorgten für Kopfzerbrechen: Ein Umbau des bestehenden Gebäudes käme mit 727 000 Euro in etwa genauso teuer wie ein eingeschossiger Neubau mit einer Grundfläche von 24,50 auf 10,25 Meter (724 000 Euro). Weil, wie Köpf erläuterte, „beinahe in jedem Gewerk Eingriffe notwendig wären“. Bei einem zweigeschossigen Neubau müsste die Kommune mit mindestens 785 000 Euro kalkulieren. „Und damit kommen wir sicherlich nicht hin“, prognostizierte Gemeinderat Hermann Hartshauser (Einigkeit).

Im Planungsausschuss herrschte Einigkeit, dass eine Investition in dieser Größenordnung im Gemeinderat, der zuletzt einen Anbau an die Hallberg-Halle (Schulsportplatz) für rund eine Million Euro abgelehnt hatte, keine Mehrheit finden würde. Allenfalls, so das einstimmige Votum im Planungsausschuss, käme ein eingeschossiger Neubau in Frage, der vom Planer nun überarbeitet werden soll. Berücksichtigt werden sollen dabei auch die Wünsche des VfB nach einer Trennung von Kassenhaus und Kiosk. Ferner sollen Funktionseinheiten gebündelt und die Situierung der Toiletten überdacht werden.

Und natürlich soll der Planer an der Kostenschraube drehen. Mit dem überarbeiteten Konzept wird sich der Planungsausschuss dann erneut befassen.

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