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Genießt die kleinen Freuden: Mathilda Ewert (7) wurde dank einer Knochenmark-Spende ein zweites Leben geschenkt.

Nach Leukämie-Erkrankung

Kleine Mathilda (7) dank Knochenmarkspende gerettet  - Familie sendet rührende Dankesworte

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Nachdem die kleine Mathilda schwer an Leukämie erkrankt war, wurde ihre Familie massiv von Mitmenschen unterstützt. Mit Erfolg, wie die Eltern nun voller Dank verkünden. 

  • Im Jahr 2015 erkrankt die kleine Mathilda an Leukämie.
  • Es folgen bange Jahre der Angst.
  • Unzählige Menschen unterstützen die Familie.
  • Nun hat die Familie einen Dankes-Brief verfasst


Landkreis Freising/Greifswald – Es war eine schreckliche Achterbahn der Gefühle: Nach der Diagnose „Leukämie“ bei ihrer Tochter Mathilda lebte die ursprünglich in Mauern lebende Familie Ewert lange Zeit zwischen Lichtblicken und Rückschlägen. Dass ihnen die Leser des „Freisinger Tagblatts“ in dieser Zeit mit großzügigen Spenden durch die dunkelsten Stunden ihres Lebens geholfen haben, hat die Familie nicht vergessen. Und so wendet sie sich nun erneut in einem Brief von ihrem neuen Wohnort Greifswald aus an die alte Heimat. Es sind Worte des Dankes – und großartige Neuigkeiten.

Leukämie-Erkrankung bei kleiner Mathilda - Familie muss Heimat verlassen

Das Schicksal nahm seinen Lauf am 13. Mai 2015: Ausgerechnet an ihrem dritten Geburtstag wachte Mathilda mit starkem Nasenbluten und schlimmen Schmerzen auf. Die Familie, die gerade im Ostsee-Urlaub war, erfuhr im Krankenhaus: Das Mädchen leidet an Blutkrebs. Damit endete mit einem Schlag das unbeschwerte Leben, das die Ewerts zuvor im nördlichen Landkreis Freising geführt hatten.

Alles wurde nun bestimmt von bangen Fragen: Schafft es der kleine Körper, gegen den Krebs anzukämpfen und die Chemotherapie zu überstehen? Wie sollen die horrenden Kosten gestemmt werden, ohne dass die Familie in den Ruin getrieben wird?

Mädchen erkrankt an Leukämie - Anteilnahme der Leser ist enorm

Es war auch die Zeit, als unsere Zeitung auf den Fall aufmerksam wurde. Die Redaktion berichtete in diesem Zusammenhang über das Erdinger Paar Andrea und Christian Herrmann, das ein Benefiz-Schlagerkonzert zugunsten der Ewerts ausrichtete. Die Erlöse wurden vom Tagblatt durch Gelder aus der Aktion „Menschen in Not“ verdoppelt, außerdem spendeten zahlreiche Leser spontan weitere Summen an die Familie. Die Anteilnahme war enorm.

Der erste Bericht im Freisinger Tagblatt von 2015: Das Schicksal der schwerkranken Mathilda bewegte viele Leser.

Knapp ein Jahr Klinikaufenthalt später schien das Mädchen über den Berg. Doch der Krebs kehrte zurück. Die Familie wurde wieder hineingeworfen in den Strudel aus Klinikaufenthalten und Sorgen. Erneut rief das Tagblatt zu Spenden auf – diesmal brauchte Mathilda dringend gesundes Knochenmark. Das war im Jahr 2017.

Nach dem herben Rückschlag sollte es aber auch dieses Mal für die gebeutelte Familie wieder bergauf gehen. „Mathilda hat ihr neues Knochenmark am 6. März 2018 um 23.55 Uhr erhalten“, berichtete die Familie vor wenigen Tagen in einem Brief an das Tagblatt und seine Leser. Seither habe der Körper der heute Siebenjährigen die Knochenmarkspende eines Mannes aus Baden-Württemberg angenommen. „Er hat unserem geliebten Kind das Leben geschenkt, ohne ihn wäre es tot“, heißt es in dem Brief voller Dankbarkeit.

Mathilda lebt endlich in Freiheit - Familie hofft auf Rückkehr nach Bayern

Inzwischen dürfe ihre Mathilda endlich das Leben führen, „das Kinder verdient haben: Freiheit, Spielen, Schule, Liebe“. Denn: „Sie hat die Leukämie bis auf kleine Nebenwirkungen gut weggesteckt.“

Zu den Kindern (v. l.) Oskar, Ella und Mathilda und den Eltern Madeleine und Daniel Ewert gesellt sich bald weiterer Nachwuchs.

Doch es gibt noch mehr tolle Neuigkeiten von den Ewerts: „Wir werden in wenigen Tagen das vierte Mal Eltern: Nach Mathilda, Oskar und Ella kommt nun ein kleiner Johannes zur Welt“, lautet die freudige Botschaft.

Derzeit lebt die Familie immer noch in unmittelbarer Nähe zur Klinik in Greifswald. Womöglich gibt es jedoch irgendwann eine Wiedervereinigung mit den Lieben in der alten Heimat. Denn Vater Daniel Ewert betont: „Wir möchten so gerne nach Bayern zurück, jedoch fehlt mir gerade die Kraft, um neue Arbeit zu suchen.“

Der Brief schließt mit den folgenden eindrucksvollen Worten: „Danke an alle Menschen, die uns in der schlimmsten Zeit unseres Lebens beim Überleben geholfen haben. Danke an den Menschen, der Mathilda ihr zweites Leben gegeben hat. Wir werden immer in seiner Schuld stehen!“

Auch der kleine Benni aus dem Landkreis Erding musste um sein Leben kämpfen. Am 30. August 2016 diagnostizierten die Ärzte bei dem kleinen Buben Leukämie. Das Leben von ihm und seinen Eltern änderte sich damit komplett. Ein dreifacher Familienvater aus München ist an Leukämie erkrankt und benötigt dringend einen Stammzellenspender. Am 20. Juli gibt es eine große Typisierungsaktion.

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