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„Böse Bilder“ und Pferde-Performance: Alexandra Vogt stellt im Schafhof aus

Freising - „Ich will auch böse Bilder machen“, beschreibt Künstlerin Alexandra Vogt ihr vielseitiges Werk. In der Ausstellung „Wo die Stille wohnt“ im Schafhof sind in den nächsten vier Wochen Malerei, Collagen, Fotos, ein neues Buch, aber auch Vogt selbst bei der Arbeit sowie einige ihrer Pferde zu bewundern.

„Ästhetisch, aber auch irritierend“ will die 41-Jährige arbeiten. Und zahllose Beispiele dafür sind jetzt im Künstlerhaus Schafhof in Freising zu sehen. In einem schwarzen Kubus im Erdgeschoß hängen die neuesten Werke der Künstlerin: Collagen von Menschen mit Masken, Verhüllungen oder tierischen Attributen. Echte Hingucker - meist auf den zweiten Blick verstörend. Passend dazu steht an der Wand des aufgebauten Raumes eine ungewöhnliche Tierfabel über ein menschliches Schwein. Doch auch eine Prinzessin gibt es da, und auf zahlreichen anderen Werken locken - oft leicht verfremdet oder etwas angeschlagen - bezaubernde, verzaubernde Mädchen und Frauen.

Im oberen Stockwerk des Hauses, dessen Tonnengewölbe an eine Reithalle erinnert, sind in vier weißen Kuben Werke aus den verschiedensten Schaffensperioden Vogts zu sehen. Manche sind noch während ihrer Studienzeit an der Akademie der Bildenden Künste in München entstanden und dann eventuell nochmals übermalt worden. Übermannsgroße Portraits und winzige Skizzen, Tiere, Menschen und Menschen-Tiere bevölkern die Bilder. Eine Traumwelt, die manchmal einen kleinen Alb hervorlugen lässt, aber auf alle Fälle einlädt, darin zu versinken.

„Es ist ein Arbeitsaufenthalt hier“, betont Alexandra Vogt, die während der Ausstellungsdauer auch immer wieder etwas an der Schau verändern will. Ebenfalls arbeiten werden ihre vier Vollblut-Araber, geübte Modelle und „Kunstobjekte“, die im Augenblick die große Weide am Schafhof genießen. Am Sonntag, 27. November, um 15 Uhr ist zum Ende der Ausstellung eine „Pferde-Performance“ geplant.

Zwei weitere Termine können sich Kunstfreunde vormerken: Am Samstag, 5. November, um 15 Uhr gibt es eine „erlebnisorientierte Führung“ mit Petra Dahlemann. Dazu ist eine Anmeldung erforderlich unter Tel. (0 81 61) 14 62 31 oder info@schafhof-kuenstlerhaus.de.

Die brandneue Monografie über Alexandra Vogt wird am Sonntag, 13. November, um 15 Uhr im Schafhof vorgestellt. Unterstützt wird die Künstlerin bei der Buchpräsentation von der Performerin und Kunstphilosophin Claudia Fischer. Denn Vogt spricht nicht gerne über ihr Werk: „Das können andere viel besser“, sagt sie. Und natürlich sprechen die Bilder selbst - zu jedem anders.

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