Albert Söhl„Die Spenden der FT-Leser sind unverzichtbar“

BRK: Bei den Bufdis schaut's düster aus

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Freising - „Sie wird immer knapper unsere Finanzdecke. Immer mehr Zuschüsse fallen weg. Deswegen sind wir dem Tagblatt dankbar, dass durch die Aktion ,Menschen in Not‘ unterstützt werden“: BRK-Kreisgeschäftsführer Albert Söhl hat auch heuer wieder seinen Teil des Erlöses aus der Aktion für Bedürftige im Landkreis eingesetzt.

„Die Verwendung der Gelder ist und bleibt für mich Chefsache“, betont Söhl. Und: Es gibt bei uns keinen Automatismus. „Ich helfe jedem gern, aber ich prüfe auch genau. Söhl schildert zwei Einzelfälle, in denen effektiv und schnell geholfen werden konnte dank des Einsatzes der FT-Spendengelder.

So wurde mit Mitteln aus der Aktion „Menschen in Not“ einer alten Frau in einer BRK-Einrichtung des Betreuten Wohnens das tägliche Brot ermöglicht. Söhl: „Die Seniorin hatte nur eine kleine Rente. Und wegen der immer weiter steigenden Lebensmittelpreise blieb eines Tages ihr Kühlschank leer. Da konnten wir einfach nicht tatenlos zuschauen.“

Dass sei aber „beileibe kein Einzelfall“, erläutert Söhl: „Immer öfter gibt es bei uns im Landkreis Menschen, die am Rande des Existenzminimums leben.“ So etwa kämpfte vor Monaten eine junge Familie um ihre Existenz. Deren Einkommen war so schmal, dass das Geld für die täglichen Dinge des Alltags aufgebraucht wurde. „Mit Geld aus dem Menschen-in-Not-Topf wurde zum Beispiel bei Zuzahlungen zu Arztrechnungen geholfen.“ Söhl ist als Kreisgeschäftsführer täglich mit sozialer Not konfrontiert: „Wir arbeiten eng mit dem Landratsamt zusammen, das jeden Fall, für den wir Spendengelder hergeben, prüft.“ Er weiß auch, dass es für das BRK immer schwieriger wird, das Hilfsspektrum abzudecken. Denn die allgemeinen Kosten nähmen ständig zu. Entlastung ist nicht in Sicht: „Vor allem bekommen wir in unserer Region mit Vollbeschäftigung keine Mitarbeiter aus dem Pool des Bundesfreiwilligendiensts, die unseren Etat entlasten würden, weil sie aus Bundesmitteln finanziert werden.“

Die „Bufdies“ seien halt nur da stark vertreten, wo etwa nach der Ausbildung lange Wartezeiten bis zum Berufseinstieg überbrückt werden müssen. Im arbeitsmarktmäßig gut aufgestellten Landkreis Freising herrsche aber beim Thema „Bufdies“ seit langem schon Fehlanzeige: „Und das bedeutet für uns in vielen Abteilungen Mehrkosten.“ Etwa im Bereich der Einkaufsdienste oder auch Fahrten für behinderte Menschen müssen Halbtagsstellen installiert werden, weil es keine Bufides mehr gibt. Zudem wachse der Landkreis Freising stetig: „Und damit das Aufgabenspektrum und der Kostenaufwand.“ Und dieser Aufwand reicht vom Unterhalt der BRK-Kleiderkammer bis hin zur Seniorenbetreuung in den Einrichtungen unter BRK-Trägerschaft. Die finanzielle Basis für diese vielfältige tägliche BRK-Arbeit bilden die Mitgliedsbeiträge. Aber für die Soforthilfe zur Unterstützung Notleidende seien die Spenden der FT-Leser unverzichtbar: „Da ist ,Menschen in Not‘ ein starker Partner, auf den wir zählen können“, bekräftigt Söhl.

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