Brutaler Einbrecher und Waffennarr landet hinter Gittern

Moosburg/Landshut - Damit hatte ein 29-Jähriger aus Moosburg nicht gerechnet: Seine Komplizin bei zahlreichen Einbrüchen brach vor dem Landgericht das Schweigegelübde. Jetzt muss er hinter Gitter.

Der Verlust seines Arbeitsplatzes hatte den 29-Jährigen auf die schiefe Bahn gebracht, wie die umfangreichen Anklage der Landshuter Staatsanwaltschaft aufzeigte. So war er ab dem Sommer 2007 hauptsächlich als Einbrecher unterwegs, wobei es ihm das Vereinsheim des Westernclubs in Langenpreising besonders angetan hatte. Gleich dreimal suchte er es innerhalb weniger Monate heim.

Aber nicht nur bei Einbrüchen ließ er seinem Frust freien Lauf: Vor der Diskothek „Sowieso” zettelte er einen Streit an und verpasste einem 31-Jährigen dann einen brutalen „Denkzettel”, bei dem er mit Fäusten zuschlug, den Kopf seines Kontrahenten gegen eine Schaufensterscheibe schleuderte und den Bewusstlosen mit Stiefeln trat. Sein Opfer erlitt zahlreiche Platzwunden, Hämatome und eine schwere Gehirnerschütterung.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung der Kripo Erding im Januar 2008 wurde zudem ein ganzes Waffenarsenal sichergestellt. Die Beamten fanden nicht nur sieben Butterflymesser, sondern auch 13 Maschinengewehrpatronen und acht Jagdwaffenpatronen. Für alles zusammen handelte sich der 29-Jährige beim Amtsgericht eine Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren ein.

Als er Berufung einlegte, packte jedoch die Ex-Komplizin (22) aus. Sie berichtete nicht nur, dass man sich versprochen habe, sich nicht „hinzuhängen”, sondern auch noch über weitere gemeinsame Einbruchstouren. Die hätten eine neue Anklage nach sich gezogen, wenn der 29-Jährige seine Berufung nicht zurückgenommen und die Staatsanwaltschaft nicht auf ein neues Verfahren verzichtet hätte.

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