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Multikulti-WG: Der Österreicher Rudi (Thomas Heim; l.) teilt sich mit der Französin Virginie (Stephanie Marenbach) und dem Italiener Enzo (Simon Kollmannsberger) eine Wohnung.

"Achtung Deutsch" kurz vor Premiere

Bühne Moosburg: Neue Komödie spielt mit deutschen Klischees

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Moosburg - Auch die Bühne Moosburg beschäftigt das Thema Integration: „Achtung Deutsch!“ heißt ihre Komödie, die von Klischees lebt und bald Premiere feiert. Wir haben die Proben besucht und einen ersten Eindruck gewonnen.

Es ist Schauspiel pur, was derzeit zweimal pro Woche in der Schäfflerhalle stattfindet: Noch müssen sich die Mitglieder der Bühne Moosburg ohne jegliche Kulissen, Kostüme und Requisiten an ihre neuen Rollen herantasten. Stimme, Mimik und Gestik – das war’s. Vielleicht aber auch gar nicht das Schlechteste, da lässt es sich noch mehr auf den Text konzentrieren. Der sitzt bislang nicht bei allen hundertprozentig, auch wenn seit Weihnachten ohne Textbuch geübt wird. Aber kein Problem. Bis zur Premiere von „Achtung Deutsch“ am 26. Februar stehen noch eine Handvoll Proben an, unter anderem ein ganzes Intensiv-Wochenende.

Die Story des Zweiakters, den die sieben Laienschauspieler dann ihrem Publikum präsentieren, könnte sich nicht besser ins Zeitgeschehen fügen. Handelt sie doch von Integration und dem Zusammenleben verschiedener Nationalitäten. Darum geht’s: In einer multikulturellen Studenten-WG, in der ein Deutscher mit einer Französin, einem Italiener, einem Syrer und einem Österreicher unter einem Dach lebt, läuft alles prima. Als Hendrik, der Deutsche, in Urlaub fährt, gibt es plötzlich ein Problem: Die Wohnungsbaugenossenschaft kündigt sich überraschend an, möchte die Wohnverhältnisse prüfen. Das Dilemma: Die WG ist dort offiziell als Familie mit zwei Kindern gemeldet. Das Quartett kommt nun gehörig ins Schwitzen, hat Angst, bald auf der Straße zu landen.

Ein immer absurder werdendes Spiel

Doch dann kommt die zündende Idee: Sie spielen dem Prüfer eine typisch deutsche Familie vor. Allerdings haben sie die Rechnung ohne ihren fiesen Nachbarn Schröder gemacht. Auch allerlei Ungereimtheiten sowie der hartnäckige Dialekt des Österreichers Rudi stellen eine Herausforderung dar. Rasch entwickelt sich das Ganze zu einem immer absurder werdenden Spiel.

Fotos von der Theaterprobe: Bühne Moosburg übt "Achtung Deutsch"

Verfasst wurde das Stück von dem gebürtigen Österreicher Stefan Vögel. Er hat sich als Buch-, Theater- und Drehbuchautor einen Namen gemacht, seine Titel wurden schon in zahlreichen deutschsprachigen Metropolen inszeniert. Seine Komödie „Achtung Deutsch!“ komme erfrischend unkonventionell, oft sogar flapsig daher, schreibt die Bühne Moosburg in ihrem Programmheft. „Klischees werden oft munter bedient, aber auch als das entlarvt, was sie sind: dumme Vorurteile.“

Wer die Proben in der Schäfflerhalle verfolgt, der bekommt einen guten Vorgeschmack auf das humorvolle Stück: Beim überspitzten Spiel mit den urdeutschen Klischees müssen die Mitglieder der Bühne Moosburg auch immer wieder selbst herzhaft lachen. Dem Publikum wird es später sicher nicht anders ergehen.

Was ist typisch deutsch? Frage beantworten und Tickets gewinnen:

Beim Jonglieren mit all den nationalen Klischees stellen sich die Mitglieder der Bühne Moosburg folgende Frage: Was sind eigentlich für unser Publikum typisch deutsche Merkmale und Eigenschaften? Einsendungen per E-Mail an info@buehne-moosburg.de werden noch bis Samstag, 20. Februar, angenommen. Die interessantesten Antworten werden dann als Zitate während der Aufführungen in der Schäfflerhalle zu lesen sein. 

Unter allen Einsendern verlost der Verein fünf mal zwei Eintrittskarten für die Premiere von „Achtung Deutsch!“ am Freitag, 26. Februar. Wer leer ausgeht oder nicht so lange warten will, kann unter www.get-your-ticket.de oder bei Schreibwaren Bengl in Moosburg bereits jetzt Karten für die Aufführungen erwerben.

Die Aufführungs-Termine

Seniorenaufführung: Donnerstag, 25. Februar.
Premiere: Freitag, 26. Februar.
Ab diesem Datum regelmäßige Vorstellungen immer freitags und samstags:
27. Februar, 4./5. sowie 11./12. März.
Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr.
Karten gibt es an der Abendkasse sowie im Vorverkauf (siehe Absatz oberhalb).

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