Mit Laternen und Transparenten ausgestattet haben 450 Bürger an einem Lichtermarsch teilgenommen. Sie demonstrierten gegen den geplanten Tetra-Funkmasten oberhalb von „Waldruh“. Foto: Klaus Kuhn

450 Bürger demonstrieren gegen geplanten Tetra-Funkmasten

Mauern - Mit einem Lichtermarsch haben gestern 450 Bürger gegen den geplanten Tetra-Funkmasten demonstriert. Die BI zeigte sich von der Resonanz begeistert.

Ein Lagerfeuer brennt, Glühwein und Punsch werden ausgeschenkt, die Kinder kommen mit Laternen wie vom Martinsumzug in den Wald oberhalb von „Waldruh“ bei Mauern. Dort geben die Bürger aber eben keine Ruhe. Der drohende Funkmast treibt sie hierher.

Nach übereinstimmenden Schätzungen von Polizei und der Bürgerinitiative gegen den Tetra-Funkmasten sind es rund 450 Menschen, die beim Lichtermarsch mitgemacht haben. Die Kinder haben einen Mordsspaß, verstecken sich hinter Bäumen und wollen die Ordner erschrecken, die wiederum versuchen, die Kleinen hinter das erste Transparent zurückzubringen.

Es ist ein Schweigemarsch, es werden keine Parolen gerufen. Franz Obermeier erscheint kurz, muss aber bald wieder weg. Er bekundet seine Solidarität mit den Mauernern. Bürgermeister Alfons Kipfelsberger ist mit von der Partie und viele Gemeinderäte. Cheforganisator und Leiter der BI, Georg Hackl, ist begeistert. Die Teilnahme wertet er als Signal dafür, wie ernst es den Bürgern ist.

Sie befürchten Gefahren für die Gesundheit durch die neuerlichen elektromagnetischen Wellen. Sie sehen aber auch ganz konkrete Interessen gefährdet: Der Wert der eigenen Grundstücke könnte fallen. Sie haben in der Vergangenheit bereits einen Zusammenhang zwischen den Funkmastplanungen und dem stockenden Absatz der Baugrundstücke im Bereich „Wollersdorfer Feld“ hergestellt und öffentlich gemacht.

Die Polizei ist vor Ort, sichert die Demo zusammen mit der Feuerwehr ab. Letztere sorgt auch noch für Strom und Beleuchtung. So kann Hackl seine Rede auch lesen. Er spricht von einem „50 bis 60 Meter hohen Schandmasten“ und von der landschaftlichen Idylle, die seiner Meinung nach zerstört wird, wenn ein solcher Mast dort errichtet wird. „Mauern gehört seit etwa vier Jahren dem Tourismusverband an. Auch hier sehen wir eine negative Entwicklung.“ (kk)

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