Bürger-Windrad: 600 000 Euro fehlen noch

Fahrenzhausen - Während die Gegner eines Windrads bei Kammerberg eine große Infoveranstaltung vorbereiten und zwei Bürger vor Gericht ziehen, wirbt die BEG um die letzten Investoren. 600 000 Euro fehlen derzeit noch, um dieses Projekt Realität werden zu lassen.

Seit drei Wochen können nun Bürger Anteile bei der Bürger Energie Genossenschaft Freisinger Land e.V. (BEG) für das geplante Windrad bei Kammerberg zeichnen. Die maximale Summe, die dabei zusammenkommen kann, sind zwei Millionen Euro. Die BEG hat jetzt offiziell mitgeteilt, dass bislang Anteile im Wert von 1,4 Millionen Euro gezeichnet worden sind. Den aktuellen Stand kann man auch jederzeit auf der Homepage der BEG einsehen - und zwar unter www.beg-fs.de. Dort kann man außerdem online Anteile zeichnen. Wichtig: Exklusiv können bis zum 15. Februar nur Bürger der Anliegergemeinden (Fahrenzhausen, Petershausen, Vierkirchen, Hohenkammer und Kranzberg) zum Zuge kommen. Bei der BEG, die bekanntlich das Windrad betreiben würde, wenn es errichtet werden sollte, ist man mit diesem Zwischenergebnis zufrieden.

Während die Windrad-Gegner weiterhin die Wirtschaftlichkeit des Projekts bezweifeln, die Bürger vor einer Beteiligung warnen, und zwei Weißlinger Anrainer vor dem Verwaltungsgericht gegen das Projekt geklagt haben, läuft bei der BEG die Zeichnungsphase noch zwei Wochen weiter. Jetzt sind allerdings bis Ende Februar alle Bürger zeichnungsberechtigt, die an das Projekt und an Windkraft im Weißlinger Holz glauben. Voraussetzung ist, dass man mindestens einen Geschäftsanteil an der BEG für 250 Euro erwerben muss. Bis zum Zehnfachen der erworbenen Geschäftsanteile kann man dann der BEG als Darlehen für das Windrad-Projekt geben. Die Laufzeit beträgt 20 Jahre. Die Genossenschaft sichert eine feste Verzinsung von drei Prozent zu. Sollte das Bürger-Windrad im Durchschnitt der 20 Jahre Laufzeit mehr als 6,2 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren, kommt nochmal ein Prozent drauf.

Wo offenbar genügend Bürger mitmachen, da sind die betroffenen Kommunen eher zurückhaltend. Wie berichtet, haben sich die Gemeinderäte von Fahrenzhausen, Hohenkammer und Kranzberg gegen eine Beteiligung am Bürger-Windrad ausgesprochen. (zz)

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