Bürgerforum GOD feiert seinen 20. Geburtstag

Günzenhausen - Seit 20 Jahren gehen die Bewohner der drei nördlichen Echinger Ortsteile Günzenhausen, Ottenburg und Deutenhausen „gemeinsam in die Zukunft“, so das Motto des am 11. Januar 1996 gegründeten Bürgerforums GOD. Das damals wie heute unverändert gültige Zauberwort heißt „gemeinsam“.

Was der aktuell rund 120 Mitglieder zählende Verein in den zwei aktiven Jahrzehnten seines Bestehens bewirkt und gestaltet hat, zeigte sich in vielfältiger Form beim Jubiläum am vergangenen Sonntag. Vom ökumenischen Festgottesdienst mit dem katholischen Geistlichen Andreas Wollbold und seinem evangelischen Amtsbruder Markus Krusche über eine ebenso bunte wie beeindruckende Fotodokumentation im Schützenhaus bis zum gemütlichen und festlichen Essen im Baderwirt reichte die Tagesordnung. Rund 100 Gäste ließen sich kulinarisch verwöhnen, musikalisch begleitet von der Familienmusik Servi. Zu den Ehrengästen zählte neben Landrat Josef Hauner auch Bürgermeister Josef Riemensberger, der gleich seine beiden zu Besuch weilenden Amtskollegen Krisztina Polya und Fabio Bottero aus den Partnergemeinden Majs (Ungarn) und Trezzano (Italien) mitgebracht hatte. Sie hatten sich am Tag zuvor ja schon bei der Echinger Frühjahrsschau einen ersten Überblick über die Gemeinde verschafft.

Der Blick der beiden Festredner, GOD-Vorsitzender Wilfried Liske und Riemensberger, ging dabei ausnahmsweise einmal nicht nur in die Zukunft, sondern gemeinsam in die Vergangenheit, um die Bedeutung, Inhalte und Idee der 20-jährigen GOD-Erfolgsgeschichte auszuloten. Dabei wurde eindrucksvoll vor Augen geführt, was dieses beispielhafte bürgerschaftliche Engagement ausmacht und erreicht hat - und so besonders macht. So hob Liske die breite Unterstützung und Wertschätzung hervor, die dem GOD entgegengebracht werde. Sein Dank galt allen Mitgliedern und Helfern, der Gemeinde und den Gemeinderäten und namentlich auch Echings vormaligen Bürgermeister Rolf Lösch, dem ein wesentlicher Anteil am Zustandekommen des Bürgerforums gebüre. Bürgermeister Josef Riemensberger würdigte, auch im „Rede-Auftrag“ des Landrats, das wiedererweckte bürgerschaftliche Engagement und das gute Miteinander bei diesem Forum, auch beim Beschreiten neuer Wege in einer Zeit gesellschaftlicher Veränderungen.

Liske, der zusammen mit Stellvertreter Peter Reiss als Günzenhauser Urgestein von Anbeginn an als „Doppelspitze“ dem Bürgerforum vorstand, bilanzierte mehr als 30 Projekte, angefangen von der Abwehr eines Funkmastens über Kirchturmbeleuchtung, Schlossfest, heimischem Christkindlmarkt und als Herzstück die Schaffung und Unterhaltung der eigenen GOD-Räume im Alten Schulhaus, die allesamt von „dauerhafter Wirkung“ seien.

Vor allen Dingen die Versammlungs- und Veranstaltungsräume hätten nicht unbedingt auf der „Prioritätenliste“ der politischen Gemeinde gestanden, so Liske. Durch Einsatz und Eigeninitiative, unter einer Grundhaltung, nicht immer nur zu verlangen, sondern mit Spaß und Freude selbst aktiv zu werden, „haben wir durch Einbringen immer viel erreicht“.

Als Motivation an alle gab er mit auf den Weg: „Wir können die Welt nicht verändern, wohl aber die Dinge im Kleinen“ - und dies will GOD auch in Zukunft mit „Offenheit, Vertrauen und Loyalität“ tun. Gemeinsam natürlich.

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