Nicht nur Hohenbacherner Bürger waren bei der Versammlung vertreten – auch Vöttinger Grundschüler, die im Heimat- und Sachunterricht das Thema „Aufgaben und Ämter in der Gemeinde und Stadt“ bearbeiten, waren vor Ort. Foto: gleixner

Entspannter Termin für den OB

Bürgersammlung zeigt: In Hohenbachern lebt man sorgenfrei

Es ist ein Ortsteil von Freising, in dem alles vorbildlich läuft: Hohenbachern. Einige Anregungen hatten die Anwohner dann zwar doch noch – aber im Großen und Ganzen ist manzufrieden.

Freising Einen äußeren Eindruck von der harmonischen Dorfgemeinschaft gewinnt man bereits beim Betreten des Schützenheims, das gemeinsam von den Bürgern gebaut wurde und unterhalten wird – ein echtes Schmuckstück. Und hier berichtete der Freisinger Rathauschef Tobias Eschenbacher vor rund 40 Besuchern über die wichtigsten Freisinger Angelegenheiten.

Was man nicht so oft bei Bürgerversammlungen sieht, sind Kinder. Im Schützenheim hatten sich am Donnerstag aber Schüler der Grundschule Vötting eingefunden, um zu hören, wie Stadtpolitik geht – im Moment Thema bei den Buben und Mädchen im Heimat- und Sachunterricht. Und der OB sprach auch immer mal wieder die Schüler direkt an („Das müsst’s euch anschauen, das ist spannend“). Eifrig machten sich die Schüler dann auch Notizen – etwa, als der Oberbürgermeister berichtete, dass Hohenbachern mittlerweile 567 Einwohner zählt, die Stadt Freising insgesamt mehr als 50 000 Einwohner habe, Haupt- und Zweitwohnsitze zusammengenommen. Den 170-Millionen-Euro-Haushalt erläuterte Eschenbacher ebenso ausführlich wie die in Arbeit stehenden Großprojekte im Hoch- und Tiefbau: Hochwasserschutz, Schwimmbad-Neubau, Innenstadtumgestaltung oder die umfangreiche Asamsanierung. Spektakuläre Bilder etwa vom Tunnelbau der Westtangente oder Präsentationen von der künftigen Innenstadt- oder Asamgestaltung machten deutlich, was da in ein paar Jahren zu sehen sein wird. Zum Thema 3. Startbahn meinte Eschenbacher, dass man wohl bis zur Landtagswahl „Ruhe haben“ werde.

Sorgen haben die Hohenbacherner in ihrem Ort kaum. Im Gegenteil: Lob gab es für die Stadt, weil diese die Netze an den Toren am Bolzplatz so schnell repariert hatte. Und der Oberbürgermeister teilte mit, dass es mit dem schnellen Internet langsam vorangeht. Er habe jetzt den Förderbescheid von Finanzminister Markus Söder erhalten, der Vertrag mit der Telekom zum Ausbau sei bereits unterzeichnet. Hubert Lachner regte an, ob sich die alteingesessenen Höfe im Ort nicht mit Schildern schmücken sollten, auf denen die Geschichte des Anwesens dokumentiert ist. „Gute Idee“, fand Tobias Eschenbacher.

Probleme der Bürger gibt es höchstens in der Stadt selber. Etwa die „Alkoholiker“ im Steinpark und diverse Ampelschaltungen in der Stadt. Sorgen äußerten einige Redner, ob es nach dem Bau der Westtangente nicht zu einem Nadelöhr und in der Folge zu Staus auf der FS 44 (Schlüterbrücke) kommt. Der Oberbürgermeister sagte, es gebe Pläne für einen „Turbokreisverkehr“ an der dann versetzten Einmündung der FS 44 (vom Flughafen) – das liege aber in der Zuständigkeit der Landkreises.

Heinz Mettig

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