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Wenn der FNP kommt

Bund Naturschutz: Kranzberg verliert Gesicht als lebenswerte Gemeinde

Der Bund Naturschutz hat sich in einer Stellungnahme zum geplanten Flächennutzungsplan der Gemeinde Kranzberg geäußert. Sie warnen vor dem großen Flächenverbrauch. Die Pressemitteilung im Wortlaut:

„23 Hektar neue Wohnbauflächen und 15 Hektar neue Gewerbeflächen stehen im Vorentwurf des neuen Flächennutzungsplanes der Gemeinde Kranzberg. Weit mehr, als selbst im Ballungsraum München noch als halbwegs verträgliches Wachstum bezeichnet werden kann.

Für den Bund Naturschutz ist das ein Warnsignal. Zwar bedeutet das nicht, dass morgen die Bagger anrollen, doch ist ein Flächennutzungsplan für die Verwaltung bindend. Und er gibt die Richtung vor, wohin die Gemeinde sich entwickeln will. Gerade in der Diskussion um den eklatant hohen Flächenverbrauch in der Region weist der Plan nach Ansicht des BN in die falsche Richtung.

Der Bund Naturschutz befürchtet bei den Planungen einen massiven Flächenverbrauch, eine eklatante Verkehrszunahme und massive Eingriffe in Natur und Landschaft. Mehr Einwohner bedeuten mehr Kfz-Verkehr, mehr Gewerbe bringt mehr Schwerlastverkehr. Das starke Wachstum erfordert zudem hohe Investitionen in die Infrastruktur.

Besonders drastisch sind die geplanten Gewerbeflächen im Landschaftsschutzgebiet Ampertal. Der Bund Naturschutz bedauert deshalb auch die geringe Rücksichtnahme der Gemeinde gegenüber Schutzgebieten. Diese sollen ökologische Funktionen sichern und dienen dem Allgemeinwohl.

Ähnlich wenig berücksichtigt wurden die Vorgaben des Regionalplanes, der eine ressourcenschonende Entwicklung bevorzugt im Hauptort vorgibt.

Sollte die Entwicklung wie geplant ablaufen, wird Kranzberg sein Gesicht als lebenswerte Landgemeinde in einer reizvollen Kulturlandschaft verlieren.“

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