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Gelungene Überraschung: Mehr als 40 Helfer des THW-Ortsverbands waren im Einsatzanzug zur Begrüßung am Terminal angetreten. Vorne: Manfred und Aloisa Kürzinger.

Bundesinnenminister zeichnet Manfred Kürzinger aus

Verdienstmedaille für den „Motor des THW“

Er hat die Entwicklung des Technischen Hilfswerks in Freising seit mehr als 40 Jahren maßgeblich geprägt: Manfred Kürzinger. Für diesen Einsatz bekam er jetzt in Berlin von Innenminister Thomas de Maizière die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Und die THW-Mannschaft jubelte mit.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière übergab Manfred Kürzinger (l.) Verdienstmedaille und Urkunde.

Freising/Berlin – Es war eine Riesenüberraschung für Manfred Kürzinger und seine Frau, als sie vor wenigen Tagen nach der Ehrung in Berlin mit der Verdienstmedaille im Gepäck auf dem Flughafen im Moos gelandet waren und ins Terminal traten: Mehr als 40 Helfer des THW-Ortsverbands Freising waren im Einsatzanzug zu seiner Begrüßung am Terminal angetreten, begrüßten Kürzinger mit tosendem Applaus und gratulierten ihm zur verdienten Auszeichnung. Doch nicht genug: Im Bereich der Terminalstraße, auf der die THW-Fahrzeuge des Begrüßungskomitees standen, stießen die Einsatzkräfte mit dem Ehepaar auf die Ehrung an und ließen sich von der Zeremonie berichten. Diese Überraschung rundete für Manfred Kürzinger und seine Frau einen erlebnisreichen Tag in Berlin ab, der nicht nur die Ehrungszeremonie im Bundesinnenministerium im Beisein des bayerischen THW-Landesbeauftragten Fritz-Helge Voß umfasste: Auch MdB Erich Irlstorfer hatte es sich nicht nehmen lassen, ein kleines Besuchsprogramm im Reichstag mit gemeinsamen Mittagessen und einer privaten Führung im Vorfeld der Ehrungszeremonie zu organisieren.

Beim Festakt selbst würdigte Bundesinnenminister Thomas de Maizière vor allem den „weit überdurchschnittlichen Einsatz“ für den Ortsverband und die Bürger in Stadt und Landkreis Freising. Schon in jungen Jahren habe Manfred Kürzinger Führungsverantwortung übernommen und sich nicht zuletzt deswegen „auszeichnungswürdige Verdienste um das Technische Hilfswerk sowie den Zivil- und Katastrophenschutz erworben“, heißt es in der Laudatio.

De Maizière: „In seiner aktiven Einsatzzeit im THW-Zug bildete sich Manfred Kürzinger in unzähligen Lehrgängen weiter, und leitete die ihm anvertrauten Gruppen sicher und umsichtig. Es war sein Verdienst, dass der Ortsverband trotz widriger Umstände in den Zeiten der THW-Neustruktur mit Auflösung des damaligen Instandsetzungszugs Mitte bis Ende der 1990er Jahre, Fachkompetenz für die im Ortsverband neue Fachgruppe Infrastruktur übernommen werden konnte.“ Zudem leitete der THW-Experte, der aktuell auch Chef des Helfervereins ist, Anfang 2000 die erneute Umstellung von der Fachgruppe Infrastruktur hin zur Fachgruppe Beleuchtung ein.

Mit dem Generationswechsel in der Ortsverbandsführung habe sich das THW-Urgestein bereit erklärt, „trotz hoher Belastung als Geschäftsführer eines Handwerksbetriebs“, den wichtigen Posten des stellvertretenden Ortsbeauftragten zu übernehmen, den er bis heute ausfüllt. Der Minister abschließend: „Manfred Kürzinger kümmert sich nicht nur um den administrativen Teil dieser Aufgabe, er ist das Herz und der Motor des Ortsverbands.“  ft

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