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Verdienstorden der Bundesrepublik: Bundepräsident Christian Wulff überreichte Manfred Moosauer das Bundesverdienstkreuz für sein außergewöhnliches Engagement. Foto: Bundesregierung/Sebastian Bolesch

Bundesverdienstkreuz für Dr. Manfred Moosauer

Haimhausen - Zum Tag der Deutschen Einheit zeichnete Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue Bürger für ihr „außergewöhnliches Engagement und herausragende Leistungen für unser Land“ aus. Einer der Geehrten war Dr. Manfred Moosauer.

Selten findet man einen Menschen wie Dr. Manfred Moosauer mit einem so breiten Spektrum persönlicher Einsatzgebiete. Allen voran steht für den im Haimhausen wohnenden Mediziner seine Liebe zum Beruf und den Menschen: „Ohne diese Liebe hätte ich schon längst meine Praxis an einen Nachfolger übergeben und hätte mich ausschließlich meinen vielseitigen Interessen gewidmet.“

Da ist sein unermüdlicher Einsatz für Natur und Umwelt. Mehr als einmal ging er für seine Ideale auf Konfrontationskurs mit den Behörden. Nur dank seiner Hartnäckigkeit und Unnachgiebigkeit erreichte er 1981, dass Pläne zum Bau einer Mülldeponie östlich von Haimhausen aufgegeben wurden. „Das war mein persönlicher und wichtigster Kampf“, erinnert er sich.

Um den natürlichen Flussverlauf der Amper wieder herzustellen und längst vergessene Pflanzen in den renaturierten Auen eine Chance zu geben, sich wieder anzusiedeln, verhandelte er jahrelang mit den Grundstücksbesitzern und bewegte sie zum Verkauf. So konnte die Gemeinde Haimhausen durch Moosauers Einwirken 61 Hektar Amperwiesen erwerben und in ein Naturschutzgebiet umwandeln.

Sein größter Erfolg war jedoch viele Jahre später die Entdeckung der Reste der Bronzestadt Bernstorf in einer Kiesgrube bei Freising. Gemeinsam mit Traudl Bachmair, einer Hobby-Archäologin aus Haimhausen, überwand er abermals behördliche Widerstände, die den weiteren Kiesabbau sichern wollten. Mit Bernstorf rettete Manfred Moosauer, die etwa 3500 Jahre alte und größte bisher entdeckte Stadt der Bronzezeit vor der endgültigen Zerstörung. Dabei kamen neben Goldschmuck und Bernsteinobjekten nicht nur das älteste Kronendiadem wieder zu Tage, sondern auch die älteste lesbare Schrift aus dem mykenisch-minoischen Bereich nördlich der Alpen. 2009 nahm Moosauer in Anerkennung für diese Verdienste im Bezirk Oberbayern die Bezirksmedaille in Gold von Josef Mederer entgegen.

In Berlin erhielt er nun für sein gesamtes Lebenswerk den Verdienstorden der Bundesrepublik. Gemeinsam mit seiner Frau Frau Ingrid und seinem langjährigen Freund Prof. Dr. Bernhard Hänsel reiste Moosauer in die Bundeshauptstadt.

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