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Talentiertes Geflügel saß beim „Karneval der Tiere“ ebenfalls an den Streichnainester im Ensemble. Ulla Bongard an der Violine jedenfalls setzte mit ihrer witzigen Kopfbedeckung „werkbezogen“ einen humorigen Effekt. Neben ihr: Stefanie Pellmaier (Violine).

Buntes Camerkonzert

Wenn Geflügel-Virtuosen an Streichinstrumenten sitzen

Wenn sich ein gutes Dutzend hochkarätiger Musiklehrkräfte des musischen Camerloher-Gymnasiums entschließt, gemeinsam ein Konzert zu geben, kann eigentlich nur ein Hörgenuss für die Zuhörer herauskommen. Das vierte Camerkonzert stand unter dem Motto Fasching.

Freising – Höhepunkt war zweifelsohne Camille Saint-Saens „Karneval der Tiere.“ Wer sich trotz klirrender Kälte aufgemacht hatte, um das vierte Camerkonzert mitzuerleben, brauchte sein Kommen nicht zu bereuen. Er erlebt einen Konzertabend mit vielen Facetten und vielen exzellenten Musikern.

Musiklehrer Thomas Noichl, der Organisator der Reihe Camerkonzerte, hatte es geschafft, einen Teil seiner Kollegen für ein abendfüllendes Faschingskonzert zu begeistern. In verschiedenen Besetzungen – mal als Solist, mal in einem größeren Ensemble – hatten die Profis einen bunten Strauß an Stücken einstudiert.

Weil für Noichl zum Fasching auch die Melancholie gehört, umrahmten „Le commissaire mélancolique“ und „Sternenstaub“ vom Freisinger Komponisten Rodolphe Haimann den Konzertabend.

Die älteren Semester unter den Zuhörern konnten dann in Erinnerungen schwelgen, als bekannte Melodien von Operetten-König Robert Stolz erklangen. Robert Schumanns „Faschingsschwank aus Wien“ zeigte dann auf, dass der Fasching einerseits feurig, andererseits aber auch ruhig gefeiert werden kann.

Der Höhepunkt vor der Pause war die bekannte Geschichte von Ferdinand dem Stier, der zum Stierkampf nicht taugt, stattdessen viel lieber an Blumen schnuppert. Zu den entsprechenden Illustrationen auf der großen Leinwand in der Camerloher-Aula las Jochen Meyer. Bettina Kuss umrahmte mit virtuosem Violinen-Spiel die Geschichte.

Höhepunkt war nach der Pause „Der Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saens. Schulleitungsmitglied Martin Wildgruber fungierte als Erzähler. Seine launische, ironisierende und pointierte Interpretation sorgte immer wieder für spontane Lacher im Publikum.

Zauberhaft war auch die musikalische Umsetzung durch das zehnköpfige Ensemble. Da saßen plötzlich zwei Streifenhörnchen an zwei Flügeln, Geflügel an den Streichinstrumenten oder ein Schwan am Cello. Die Fossilien machten sich am Schlagwerk bemerkbar und dann waren auch noch ein junger Klarinetten-Kuckuck sowie ein Elefanten-Bass zu hören. Die Instrumentalisten ahmten die einzelnen Tiere perfekt nach. Langanhaltender Schlussapplaus war der Lohn für die Musiker.                       Peter Spanrad


Die Mitwirkenden

Ulla Bongard (Violine), Birgit Brennich (Flöte), Ursula Eßer-Spring (Klavier), Thomas Fuchs (Violine, Viola), Albert Kirmeyer (Saxophon), Bettina Kuss (Violine), Sabina Lehrmann (Cello), Jochen Meyer (Sprecher), Thomas Noichl (Klavier), Benjamin Ostermaier (Bass), Stefanie Pellmaier (Violine), Stefan Pellmaier (Schlagwerk), Mihaela Rogojan (Klavier), Meo Schlüter (Klarinette), Kerstin Teubel und Julia Thomas (Klavier), Martin Wildgruber (Sprecher).

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