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Brust-Frust: Dieses Werbeplakat hat Immobilienmakler Peter Stanglmaier üppig Ärger eingebracht.

Umstrittenes Motiv

Busen-Präsentation: Werbeplakat in Freising sorgt für Beschwerden - und Freude

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Freising - Ein sehr auf Weiblichkeit fokussiertes Werbeplakat hat den Deutschen Werberat auf den Plan gerufen. Der Urheber, ein Freisinger Immobilienmakler, hat auf seine Weise reagiert.

Es war ein Hingucker und Aufreger zugleich. Tagelang hing im Schaufenster des ehemaligen Matratzenlagers an der Ecke Heiliggeistgasse/Ottostraße in Freising ein Werbeplakat, auf dem hauptsächlich ein tiefes Dekolleté zu sehen war. Die Werbebotschaft, um die leeren Räumlichkeiten wieder an den Mann zu bringen, lautete: „Räume für Präsentationen!“ Mit seiner Aktion hat Immobilienmakler Peter Stanglmaier die Aufmerksamkeit des Deutschen Werberats auf sich gezogen.

„Wir haben wegen des Plakats mehr als eine Beschwerde bekommen“, bestätigt Anne Grote, Sprecherin des Werberats. Bei jeder Beschwerde, die nicht von vornherein unbegründet sei, werde das gleiche Verfahren eingeleitet. Das beginne damit, dass der betroffene Unternehmer eine Chance zur Stellungnahme erhalte, und ende im äußersten Fall mit einer Rüge. Doch so weit wird es in dieser Angelegenheit nicht kommen. „Der Unternehmer hat sich gesprächsbereit gezeigt und erklärt, dass die Werbung zeitnah abgehängt wird“, berichtet Grote, die zudem betont, dass dies „kein harter Fall“ sei. „Denn es gab zu dem Motiv keinen herabwürdigenden Slogan.“

Stanglmaier hat mit der ganzen Aufregung nicht gerechnet. „Ich habe mir nichts Böses dabei gedacht.“ Er habe einfach darauf hinweisen wollen, dass es sich bei dem Laden um eine „tolle Showroom-Filiale“ handle, deren Potenzial von dem Matratzen-Geschäft nie ausgeschöpft worden sei. „Darauf wollte ich mit netten bunten Plakaten hinweisen.“

„Jetzt tun wir eben was für Damen“: Stanglmaier hat das ursprüngliche Plakat inzwischen durch ein männliches Pendant ersetzt.

Seine Präsentation hält Stanglmaier „weder für sexistisch noch für frauenfeindlich“. Im Gegenteil: Bei der Ausarbeitung der Werbestrategie hätten seine Mitarbeiterinnen die Marschroute befürwortet. Von den 50 E-Mails, die er als Reaktion auf das Plakat erhalten habe, seien auch nur drei dabei gewesen, in denen es geheißen habe: „Das geht nicht.“ Ansonsten habe es nur Lob gegeben: „Endlich mal was Neues“, „nette Idee“, „witzig“ lauteten etwa die Kommentare.

Dennoch hat Stanglmaier das Plakat am Dienstag entfernt. Wo bisher üppige Brüste im Dirndl zu sehen waren, prangt jetzt ein männlicher Waschbrettbauch über Lederhosen. „Jetzt tun wir eben was für die Damen.“

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