Bunt und fröhlich präsentierten Schüler faire Mode, die am Mittwoch im Rahmen des Sommerfests von den Camerloher-Models gezeigt wurde. Foto: Gleixner

Camerloher fair und chic

Freising - Mit einem besonderen Höhepunkt überraschte der Arbeitskreis (AK) Fair-Trade beim Sommerfest die Schulfamilie des Camerloher-Gymnasium. In der „Eco fair Fashion Show“ präsentierten über 50 Models, bestehend aus Schülern und Lehrkräften, fair produzierte Mode.

Das Camerloher-Gymnasium erhielt vor zwei Jahren als eine der ersten Schulen in Bayern das begehrte Siegel „Fair Trade School“. Als Schwerpunkt hatte sich der AK in diesem Schuljahr fair produzierte Kleidung gewählt. „Wir standen zunächst vor einem Problem“, wie Görlich-Kunert zurückblickt. „Fair produzierte Kleidung wird hauptsächlich über das Internet angeboten.“ Über das „Faire Forum“ der Stadt Freising, bei dem das Camerloher-Gymnasium auch mit dabei ist, sei dann der Kontakt mit Günther Sesselmann, dem Inhaber des Freisinger Modegeschäfts „Fashion & More,“ entstanden. Und so sei die Idee einer Modenschau während des Sommerfests entstanden. Nebenbei halfen Sesselmann und Bücher Pustet mit, eine Ausstellung zum Thema fair produzierte Kleidung in der Schule einzurichten.

Für Günther Sesselmann ist es sehr wichtig, dass Kleidung nicht nur schadstofffrei produziert werde und damit die menschliche Haut schone, sondern dass vor allem auch die Menschen, Tiere und die Natur insgesamt beim Produzieren der Kleidung keinen Schaden leiden.

Vom ehemals verstaubten Öko-Image kann bei der heutigen Mode keine Rede mehr sein. Davon konnten sich die Sommerfestbesucher überzeugen. „Wahnsinn, die passen ja perfekt, wie angegossen und fühlen sich großartig an“, berichtete Moderatorin Anna Rottenfußer, Abiturientin und AK-Gründungsmitglied, von den enthusiastischen Reaktionen der Schüler bei der Anprobe der Jeans oder T-Shirts. Die Models trugen freilich nicht nur bekannte Fair-Trade-Labels, sondern bei einer Aktion in der Grundschule St. Lantpert sind in den letzten Wochen T-Shirts mit dem Aufdruck „Freising loves fairtrade“ entstanden.

Für Moderatorin Anna Rottenfußer, die die Besucher des Sommerfests über die Arbeitsbedingungen bei konventionell produzierter Kleidung informierte, ist es nur konsequent, dass sich junge Menschen mit dem Thema fair produzierter Kleidung beschäftigen. „Wir Konsumenten haben es in der Hand, welche Kleidung wir kaufen. Wir haben das Glück, in einer Region der Welt geboren worden zu sein, wo es uns sehr gut geht“, so Anna. „Wir sind verpflichtet, umzudenken, um unseren Planeten für alle Menschen lebenswert zu erhalten.“

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