Christkindlmarkt Neufahrn: Erweiterung ist vom Tisch

Neufahrn – Ein Tag oder zwei Tage? Das war die Frage im Verwaltungs- und Planungsausschuss. Der Christkindlmarkt sollte wie bereits in den Jahren 2000 und 2001 womöglich wieder an zwei Tagen, und nicht, wie zuletzt, an einem Tag stattfinden.

Die Idee war während einer Besprechung mit den Standlbetreibern aufgekommen – neben diversen Verbesserungsvorschlägen: So soll die Bühne weihnachtlicher geschmückt werden, die Standl näher zusammenrücken und die Beschallung verbessert werden.

Während die Verbesserungsvorschläge laut Beschluss noch zu prüfen und gegebenenfalls umzusetzen sind, ist die Ausweitung des Christkindlmarkts zumindest für das Jahr 2016 aber vom Tisch – gegen den Willen von Kulturreferentin und Mitorganisatorin Christa Kürzinger (CSU): „Mir tut es leid für Neufahrn“, zeigte sich Kürzinger enttäuscht. Enttäuscht von einer Debatte, in der es unter anderem auch darum gegangen war, ob man dem Christkindlmarkt durch die Anschaffung weiterer Stände und einer intensiveren Werbung zu einer besseren Außenwirkung verhelfen sollte. Die Zustimmung dafür hielt sich in Grenzen – auch und gerade wegen der dafür veranschlagten Kosten in Höhe von rund 50 000 Euro.

Beate Frommhold-Buhl (SPD) erklärte zwar, sie halte den Vorschlag, den Christkindlmarkt auf zwei Tage auszudehnen, „für eine gute Idee“, die Anforderungen seien aber schon an einem Tag „enorm hoch“. Außerdem befürchtete sie, „allein auf dem Christkindlmarkt zu stehen“, sollte an einem der beiden Tage schlechtes Wetter sein. Eine Ansicht, die etwa auch Ulrike Gietl (Grüne) teilte. Bei schlechtem Wetter würde am zweiten Tag niemand mehr kommen, war auch ihre Einschätzung.

Ozan Iyibas (CSU) führte dagegen das Argument der Kosten ins Feld. Die seien bei der aktuelle Lage der Finanzen einfach nicht gerechtfertigt, urteilte Iyibas. „Schweren Herzens“, wie er betonte.

Zur Debatte stand auch eine erneute Umfrage unter den Standlbetreibern. Bei einer ersten hatten sich von 18 Teilnehmern 14 weiterhin für einen eintägigen Christkindlmarkt ausgesprochen. Nur vier stimmten für die Ausweitung auf zwei Tage.

„Eine neue Umfrage bringt überhaupt nichts“, erklärte Johannes Häuser (BfN) deshalb. Auch er stimmte am Ende gegen die Erweiterung – und das war ganz im Sinne von Bürgermeister Franz Heilmeier. Der hatte gleich zu Anfang festgestellt: „Ich befürworte weiterhin den eintägigen Christkindlmarkt.“

Alexander Fischer

Rubriklistenbild: © dpa

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