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Red Corner Festival abgesagt

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Licht aus auf der Bühne des „Red Corner“. afo
Licht aus auf der Bühne des „Red Corner“. afo

Moosburg - Schwerer Rückschlag für den Festival-Landkreis Freising: Das „Red Corner“ in Moosburg wird heuer nicht stattfinden. Grund für die Absage: Es gibt kein geeignetes Grundstück.

Das Bedauern bei bei Moosburgs Stadtjugendpfleger Robert Achhammer ist groß: 2014 wird es die zwölfte Auflage des Red Corner Festivals, das in den vergangenen Jahren jeweils 5000 Besucher angezogen hatte, nicht geben. Laut Achhammer sei es „auch nach mehrmonatiger intensiver Suche und trotz umfangreicher Unterstützung durch die Stadtspitze“ einfach nicht gelungen, ein geeignetes Areal zu finden. Selbst konkrete Überlegungen seien laut Achhammer „an der Kurzfristigkeit der Überlassung oder an Gegebenheiten des Umweltschutzes“ gescheitert. Beides, so der Stadtjugendpfleger, sei „nachvollziehbar und sehr verständlich“.

Schon im vergangenen Jahr hatte die elfte Auflage des Red Corner Festivals auf der Kippe gestanden. Doch anders als damals, als man im März doch noch die frohe Botschaft vermelden konnte, ein Grundstück im Gewerbegebiet Degernpoint ergattert zu haben, gibt es 2014 diese Chance nicht mehr. Achhammer: „Nichtsdestotrotz werden wir weiter daran arbeiten - in der Hoffnung, 2015 wieder ein tolles, anspruchsvolles und erfolgreiches Festival durchführen zu können.“

Traurig über diese endgültige Absage für das Jahr 2014 ist Moosburgs Jugendreferent Johannes Becher. Nicht nur, weil ihm die Veranstaltung, bei der er vor elf Jahren selbst als Helfer angefangen und im Laufe der Jahre ins Organisationsteam „reingewachsen“ sei, persönlich „sehr fehlen“ wird. Er bedauert es auch und vor allem für die zahlreichen Jugendlichen, die sich engagiert in das Festival eingebracht hätten und denen man dies heuer einfach nicht bieten könne. Eigentlich, sagte Becher, hätte das Red Corner Festival - von der Planung über die Organisation bis hin zur Durchführung - immer einen große Bedeutung für die Jugendarbeit gehabt. Aber ohne langfristige Planung sei das in den vergangenen Jahren nur mehr schwer möglich gewesen. „Wir brauchen einfach Planungssicherheit.“ Becher weiter: Was fehlt, sei einfach eine Dauerlösung. „Das ewige Hin-und-her-Hüpfen, von einem Gewerbegrund zum anderen - so kann es nicht weitergehen.“

Und auch Bürgermeisterin Anita Meinelt beteuerte: „Ich bedaure es wirklich sehr und es tut uns wahnsinnig leid.“ Man habe mit sehr vielen Grundstückseigentümern gesprochen. Ohne Erfolg. Das Problem: Bei den meisten freien und denkbaren Arealen laufen derzeit Verhandlungen mit Investoren. Ab Mai hätten die Besitzer sagen können, ob das Grundstück zur Verfügung stehe oder nicht. Aber dieser Zeitpunkt sei zu spät, um ein Festival im Juli zu organisieren. Und für ein Grundstück am Stadtrand hätte man nach Vorgaben der Naturschutzbehörde erst eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung benötigt. Das wäre zu teuer gewesen und hätte zudem auch Zeit in Anspruch genommen, so Meinelt. Sie machte aber auch Hoffnung: Mit allen Kräften „basteln wir an einer Alternative“. Denn man wolle als Ersatz für das Red Corner Festival den Jugendlichen wenigstens eine, wenn auch kleinere Musikveranstaltung im Sommer bieten können. (zz/as)

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