Craft-Beer: Öfter mal was Neues - auch in Freising

Freising - Dass Craft-Beer nicht nur eine Modeerscheinung ist, sieht man spätestens, wenn man einen Blick auf die Getränkekarten hiesiger Kneipen wirft. Wie hoch die Nachfrage allerdings auch ist, zeigt ein Blick ins Bierhandwerk - ein Laden, in dem Vorträge auf Kühlschränke treffen.

Der Ursprung liegt in den USA. Dort wurden Garagen in den 80er Jahren kurzerhand zu Micro-Brauereien umfunktioniert. Viele junge Leute experimentierten herum, versuchten, ihren ganz eigenen Biergeschmack zu entwickeln. Von der Garage zur Weltmarke - das hat beispielsweise die Firma Sierra Nevada geschafft. 

Doch was ist Craft-Beer eigentlich? Eine wirkliche Erklärung hat Mareike Hasenbeck, Bloggerin des Craft-Beer-Blogs „Feiner Hopfen“, und öfter im Bierhandwerk in Freising als Rednerin zu Gast, dafür auch nicht: „Es ist kreativ, anders.“ Man bricht mit Traditionen: Ein Bier mit Grapefruit-Geschmack? Oder besonders hopfig? Der Fantasie sind im Endeffekt keine Grenzen gesetzt. Nicht jedes Bier wird einem schmecken - das ist sicher. Dafür ist das Spektrum der Craft-Biere mittlerweile zu breit - wenn man sieht, wie viele verschiedene Sorten es alleine im Bierhandwerk gibt (zirka 160). Und das sind bei weitem nicht alle. 

Hinter dem Projekt stehen Reinhard Fiedler, Andreas Adldinger und Frank Hager. Beratende Unterstützung erhalten sie von verschiedenen Studenten der TU: „Ohne dieses Know-How und die Kontakte wäre das nicht machbar“, sagt Fiedler. Bevor sie den Laden im September endgültig eröffneten, waren sie hauptsächlich im Online-Versand tätig. Doch eines war klar: Schon zu Beginn des Jahres 2016 habe man sich lose Gedanken über so ein Projekt gemacht. Für die Versuchsbrauerei Weihenstephan ist das auch ein Gewinn: So können neue Biere gleich in den Laden und an den Mann gebracht werden. Auch, wenn eine Markteinführung bei manchen Bieren nicht realistisch ist - Freisinger können sie probieren. 

An verschiedenen Abenden gibt es Vorträge oder auch Bierverkostungen - zum Beispiel eben mit Mareike Hasenbeck. Bei einer Verkostung haben die Teilnehmer einen Bewertungszettel vor sich liegen. Oft ist das in eher exklusivem Rahmen - mit rund 15 Teilnehmern. Der Hauptgrund liegt allerdings darin, dass die Räumlichkeiten im ehemaligen Doppelzimmer an der Sonnenstraße einfach nicht mehr Platz bieten. Im Publikum sind auch immer wieder Leute vom Fach dabei - die sich selbst ein Bild von neuen Biertrends machen wollen. Doch auch als absoluter Laie braucht man sich nicht verstecken - man wird bestens in die Welt der Craftbiere eingeführt.

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