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Präsent für die Festrednerin: Umweltministerin Ulrike Scharf (3. v. r.) bekam im Namen der CSU Moosburg von den FU-Mitgliedern Karin Linz, Monika Hermann (Kreisvorsitzende), Rita Schweiger (ehemalige Landtagsabgeordnete), Bürgermeisterin Anita Meinelt und FU-Ehrenvorsitzender Mariele Klose einen Geschenkkorb überreicht.

Versammlung in der Schäfflerhalle

CSU-Neujahrsempfang in Moosburg: "Weniger Sorge um das Mein-Wohl"

Moosburg - Zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang hat sich am Dienstag die Moosburger CSU getroffen. Die großen Themen des Abends: die Flüchtlingskrise und die Terrorangst. Doch es gab auch positive Nachrichten.

Die Flüchtlingskrise und die Ereignisse von Köln und München in der Silvesternacht prägten thematisch auch den Neujahrsempfang der Moosburger CSU am Dienstag in der Schäfflerhalle. Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf, die Festrednerin des Abends, sprach zwar von der Stärke Bayerns und lobte die Erfolge beim Weltklimagipfel in Paris, betonte aber auch, dass „das Jahr schwierig begonnen hat“.

Schon Ortsvorsitzender Florian Bichlmeier hatte im Rahmen der Begrüßung auf die in seinen Augen schwierige Lage in Deutschland hingewiesen: Der Zustrom an Flüchtlingen berge die Gefahr der Radikalisierung und rufe Versuche hervor, „die politische Mitte aufzuspalten“. Folge: „Es bilden sich an den Rändern rechts und links neue Parteien.“ Bichlmeier wusste immerhin, was in dieser Situation nicht zu tun sei: verschweigen und vertuschen, wie das bei den Vorkommnissen in Köln versucht worden sei. Man brauche in Deutschland wieder mehr „Sorge um das Gemeinwohl“, weniger „um das Mein-Wohl“. Bichlmeiers Appell beim Neujahrsempfang: „2016 – es liegt an uns, wie wir die Aufgaben meistern.“

"Meisterstück der Finanzpolitik weiß-blau"

Und auch Ulrike Scharf wählte als Einstieg in ihre Rede das Thema Asylbewerber und „Flüchtlingskrise“. Die Terrorwarnungen in München, die Vorkommnisse in Köln und dann auch noch das Attentat in Istanbul an diesem Dienstag – 2016 habe einen schwierigen Start hingelegt. Und: Dass weiterhin täglich zwischen 3000 und 5000 Flüchtlinge nach Deutschland kämen, sei „keine Entspannung“, betonte Scharf. Und auch das Kabinettsmitglied warnte: Wenn in der Gesellschaft eine Spaltung und Spannung beginne, „wenn geltendes Recht nicht mehr beachtet wird, dann müssen wir uns fragen, wie es weitergeht“.

Doch Scharf hatte auch gute Nachrichten und positive Ausblicke mit nach Moosburg gebracht: Das Wort „Startbahn“ fiel in ihrer Ansprache zwar kein einziges Mal, Bayern sei aber „Sehnsuchtsland Nummer eins“. Das liege beispielsweise an der geringen Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent und an dem „Meisterstück der Finanzpolitik weiß-blau“: keine neuen Kredite, Schulden tilgen und trotzdem kräftig investieren.

"Unsere politischen Auftragsbücher sind voll"

Und vorbildlich sei auch die Umweltpolitik in Bayern: Artenschutz, Klimawandel stoppen, Ökologie und Ökonomie besser verbinden. Und da habe der Freistaat ehrgeizige Ziele, wolle den Ausstoß an Treibhausgasen von derzeit sechs bis 2050 auf zwei Tonnen pro Kopf und pro Jahr reduzieren. Vor diesem Hintergrund „kann sich das Ergebnis der Weltklimakonferenz in Paris sehen lassen“, freute sich Scharf.

Doch auch die Ministerin wusste mit Blick auf das Jahr 2016 genau: „Unsere politischen Auftragsbücher sind voll.“ Und: „Wir nehmen unsere Aufträge gerne an.“ Denn es mache Freude, „dieses Land gestalten zu können“.

Andreas Beschorner

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