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CSU-Politiker aus der Oberpfalz kritisiert Neufahrner Gegenkurve

Freising - Im Neufahrner Rathaus begannen am Mittwoch die Erörterungstermine im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für die Neufahrner Gegenkurve. Otto Zeitler, CSU-Landtagsabgeordneter aus der Oberpfalz, übte Kritik an dem Projekt.

Zwischen Pulling und Neufahrn soll die Gegenkurve ausschleifen, in einem für 100 km/h ausgelegten Bogen dann über die Flughafenautobahn geführt werden, bevor sie auf Höhe des Gewerbeparks Römerweg auf die Trasse der Flughafen-S 1 einschleift. So der Plan, wie ihn Projektleiter Markus Weiser (DB ProjektBau GmbH) gestern den Einwendern und der Regierung von Oberbayern als der Genehmigungsbehörde nochmals vorstellte.

Aufgebracht worden war die Idee der Neufahrner Gegenkurve samt Erdinger Ringschluss vom früheren Wirtschaftsminister Otto Wiesheu (CSU), um damit die Nord- und Nordostbayern schneller an den Airport zu bringen und die „Marzlinger Spange“ zu verhindern.

Doch - und da wurde es beim Rechtsverfahren gestern plötzlich politisch und emotional - diesen Sinn erfülle die Neufahrner Gegenkurve gar nicht. „Das ist für die ostbayerische Bevölkerung völlig daneben.“ Das zumindest ist die These des Oberpfälzer CSU-Landtagsabgeordneten Otto Zeitler, der beim Erörterungstermin zugegen war und sich in Rage redete: Umsteigefrei und fernverkehrstauglich sei diese Variante wahrlich nicht (Gäste aus Ostbayern müssten am Freisinger Bahnhof umsteigen), die Gegenkurve sei nur ein „Provisorium“.

Zeitler brachte die nach ihm benannte „Zeitler-Kurve“ aufs Tapet, die bereits zwischen Pulling und Neufahrn ausschleifen, dann den Airport von Norden her anfahren und über die S 1 Flughafen-Trasse wieder zurück auf die Strecke Regensburg-München führen solle. Dazu müsse halt endlich der Fernbahnhof am MUC errichtet werden, forderte Zeitler vehement. Dann könnten auch zwei Drittel der 120 000 Flugbewegungen mit einer Strecke von unter 600 Kilometer auf die Schiene verlagert werden - womit sich auch die dritte Startbahn erledigt hätte. Applaus im Saal.

Silvia Brückl von der Regierung von Oberbayern fand Zeitlers Idee durchaus interessant. Aber das sei „eine politische Entscheidung“, die mit dem Erörterungstermin nichts zu tun habe. Dennoch: Die Regierung werde zu diesem Vorschlag in ihrem Planfeststellungsbeschluss „dezidiert“ Stellung nehmen. (zz)

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