CSU-Statement zu Transgourmet: "Ein Umdenken muss stattfinden"

Freising - Auch die CSU bezieht Stellung zu Transgourmet - und spart nicht mit Kritik an der Bürgerinitiative TransgourNEE. Die Pressemitteilung im Wortlaut:

"Die Absage von Transgourmet hält Freising den Spiegel vor: Lange Prozesse und Verzögerungen durch Blockieren, Kurzsicht und Unternehmerfeindlichkeit. Ein dynamisches Unternehmen kann in so einem Umfeld nicht handeln und muss schlussendlich die Reißleine ziehen. Leider hilft Freising seine Standortattraktivität nichts, wenn man sich als Unternehmen ansiedeln möchte und sich letztlich Aktionen wie „TransgourNEE“ gegenübersieht. Neben den einhergehenden Verzögerungen stellt man sich seine Firmenimagepflege wohl auch anders vor. Aber man hört den Aufschrei schon wieder, dass man auf der „bösen“ Unternehmensseite stehe. Jedoch aufgemerkt: Wenn wir in Freising mittlerweile über die Ansiedelung von Gewerbebetrieben in Gewerbegebieten abstimmen, ist das eine mehr als bedenkliche Entwicklung.

„TransgourNEE“ ist nun Synonym für „Stillstand“ und eine weitere Warnleuchte für Unternehmen mit Freisinger Ansiedlungsgedanken. Laut einer grünen Stadtratsecke ist Freising ja noch immer nicht „untergegangen“ – wenn „kein Untergang“ die politische Maxime ist, dann kann Freising zusperren. Stadtentwicklung braucht Dynamik und Standortlösungen. Wo waren denn die Lösungsvorschläge für einen alternativen Standort der „Dagegen-Seite“? Und wo sind denn nun neue Gewerbebetriebe, welche sich für den Standort im Clemensänger in seiner jetzigen Form interessieren? Auf den Punkt: Wenn an Konzepten wie der kleinteiligen Gewerbebebauung festgehalten wird, welche in der Praxis die letzten Jahrzehnte keinen Erfolg gebracht haben (übrigens auch nicht weniger Verkehr mit sich bringt), muss man flexibel sein und sich trauen Konzepte zu verändern bzw. weiterzuentwickeln.

„Nein“ heißt jetzt „Ja“ in einer Umlandkommune und dies bedeutet wiederum Folgendes für Freising: Kein Grundstücksverkauf und finanzielle Mittel für städtische Bürgerprojekte, keine Gewerbesteuer und durch Freising wird wieder durchgefahren (Beispiele bekannt)!

Die CSU Freising bedauert die Absage von Transgourmet und fordert einerseits eine schnelle Vermarktung der wieder zur Verfügung stehenden Flächen und andererseits die Ausweisung von zukunftsfähigen Gewerbe- und Industrieflächen, um künftig mehrere Standortlösungen anbieten zu können. Ein Umdenken muss stattfinden!"

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Berufe-WM: Freisinger Gärtner-Duo holt Spezial-Medaille
Es war das größte Teilnehmerfeld jemals bei der Berufe-WM. Mit dabei die beiden Freisinger Landschaftsgärtner Vitus Pirschlinger und Michael Schmidt, die sich bestens …
Berufe-WM: Freisinger Gärtner-Duo holt Spezial-Medaille
Versammlung gestoppt: Die Partei fliegt aus Grünem Hof
Sie ist Satire: Die Partei. Aber nicht nur: Kevin Neuwirth (19) wird wohl als Direktkandidat der Spaß-Partei in den Landtagswahlkampf 2018 ziehen. Und offenbar verstehen …
Versammlung gestoppt: Die Partei fliegt aus Grünem Hof
Nach Einbruch in Au: Verdächtiger erkundigt sich nach Toiletten
Zu einem Wohnungseinbruch ist es am Sonntag zwischen 20.30 und 23 Uhr in Au gekommen. Der Unbekannte machte fette Beute. Ein Zeuge hat ihn möglicherweise gesehen.
Nach Einbruch in Au: Verdächtiger erkundigt sich nach Toiletten
Frische Kunst fürs Rathaus
Achtung, bunt! Zum wiederholten Mal bringt eine Bilder-Ausstellung Farbe und Originalität ins Echinger Rathaus.
Frische Kunst fürs Rathaus

Kommentare