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Und was machst du so?

Hier ist die dritte Ausgabe von daHOME, in der wir unserer Zielrichtung treu geblieben sind.

Viele Leser haben uns darin bestärkt, auch dieses Mal wieder Geschichten über ganz Normale, ein bisschen Verrückte, Aufstrebende, in sich Ruhende, Uneigennützige, Visionäre oder Besessene zu schreiben.

„Das liest man sonst nicht“, haben wir oft gehört, oder „ich habe das Heft immer wieder zur Hand genommen“. Also waren wir wieder unterwegs, meist mit der Frage: „Und was machst Du so?“ Herausgekommen sind unterschiedlichste Begegnungen, bei denen wir zum Teil herzlichst lachen mussten, etwa als Kuh Perle mal nicht so ganz wollte wie ihre Reiterin. Neuland war für uns auch die Welt einer Schamanin, die in Kirchdorf lebt. Einiges hat uns aber auch nachdenklich gemacht, als uns der Förster erzählte, dass im Wald nicht alles „im grünen Bereich“ ist, ein Schuhmacher nach 50 Jahren seinen Laden mangels Nachfolger schließt, und etwa, dass das Projekt „Wohnen für Hilfe“ nicht voll durchschlägt, weil die hohen Mieten eine Strich durch die Rechnung machen. Unseren Hut ziehen wir vor den Blindenbaseballern und den Navisianern, beide leisten auf ihre Art Unglaubliches. Die einen überwinden sich ständig selbst, die anderen helfen in fremden Ländern.

Hätten wir viel mehr von Menschen wie den Existenzgründern aus Garching und Weihenstephan, am Fraunhofer-Institut, einer Kaffeerösterin, die den Mut zur Selbständigkeit hat, und auch beim Weltkonzern Steinecker, dann braucht uns um unsere Wirtschaftskraft in Deutschland nicht bange sein.

Ins Thema „Heimat“ sind wir mit drei Neufahrner Frauen mit Migrationshintergrund eingetaucht, ebenso bei den Recherchen zum Bestattungswesen und den damit verbundenen Riten.

Wirklich erfrischend waren die beiden Besuche bei Weihbischof Haßlberger und OB Eschenbacher. Zwei unterschiedliche Gespräche, die einfach nur Spaß gemacht haben.

Unsere Geschichten haben uns weit im Landkreis und auch darüber hinaus herumgeführt, keine einzige möchten wir missen. Wir haben auch wieder dazugelernt: Sein, wer man sein will, Gleichgesinnte finden, sich am richtigen Platz fühlen: Das kann man überall auf der Welt.

Genießen Sie diese Ausgabe, und vergessen Sie ein bißchen die Mentalität, sich den Dingen nur nüchtern und sachlich zu stellen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß.

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