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Gibt es wirklich ein Gegengeschenk? Die Organisatoren des Fantreffens hatten dem 1860-Investor einen Keramiklöwen überreicht. Hasan Ismaik will sich nun mit einem neuen Vereinsstadion revanchieren.

Löwen-Investor in der Hallertau

Dank Ismaik: Rudelzhausen erlebt sein blaues Wunder

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Rudelzhausen - Diejenigen, die dabei gewesen sind, werden es noch ihren Enkeln erzählen: Er war wirklich da. Der große 1860-Investor Hasan Ismaik kam am Freitagabend zum Fantreffen nach Rudelzhausen und sorgte dafür, dass dieser Abend so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird.

Die Anwesenden durften im Saal des Gasthauses Festner Busch keinesfalls an Platzangst leiden – so dicht saßen die 300 Löwen-Anhänger beieinander. Und sie mussten auch Vertrauen in ihre Ohren haben, ansonsten hätten sie vermutlich nicht geglaubt, was Ismaik da kundtat. Der Investor forderte nicht nur den Rausschmiss seines eigenen Cousins, Noor Basha, sondern auch den des anderen Geschäftsführers Markus Rejek. Er versprach den Anhängern zudem ein eigenes Stadion in Riem inklusive Löwenpark.

Schon bevor er seine markigen Worte gesprochen hatte, war Ismaiks Besuch für die Rudelzhausener ein Spektakel. Immer wieder spazierten Schaulustige am Gasthaus vorbei. Manch jüngerer Einwohner nutzte die Gunst der Stunde auch, um an den vielen Besuchern mit dem Tuning-Auto vorbeizurollen – natürlich nicht, ohne mehrmals kräftig den Auspuff erklingen zu lassen.

Glücklich war, wer es in den Saal schaffte (die Presse schon mal nicht, denn die war auf Ismaiks Wunsch hin ausgeschlossen worden). Viele eingefleischte Löwen-Fans hatten lange darauf gewartet, dem Investor mal gegenüberzusitzen und mit ihm Klartext zu sprechen. Organisator Andy Kern musste aufgrund des Andrangs nicht nur einen Anmeldestopp verhängen, sondern wurde auch mit über 100 Fragen bombadiert. Peter Pfisterer, Mitglied der Bodensee-Löwen, der extra 300 Kilometer gefahren war, um dabei zu sein, meinte etwa: „Wir brauchen verbindliche Aussagen, wie es weitergeht.“

Aussagen hat er bekommen. Ob sie aber verbindlich sind? Wenn nicht, dürfte sich der Schmerz verstärken, den Pfisterer schon vor der Versammlung zum Ausdruck gebracht hat: „Es tut weh, wenn unsere Kinder ausgelacht werden, weil sie sagen, dass sie Sechzgerfans sind.“

Kommentar

Rudelzhausen ist seit Freitagabend berühmt. Zumindest bei allen Mitgliedern und Sympathisanten des TSV 1860 München. Nicht nur, dass die Löwen-Anhänger beim Fan-Treffen in der Hallertau früher als das Präsidium davon erfuhr, dass der große 1860-Investor Hasan Ismaik die Köpfe der beiden Geschäftsführer rollen sehen will. Er hat den Anwesenden auch ein eigenes Stadion plus Löwenpark in Riem versprochen. Damit hat Rudelzhausen den Platz in einem historischen Buch sicher: entweder in der Sechzger-Chronik (wenn der Jordanier seinen Worten Taten folgen lässt) oder in der Märchensammlung aus 1001 Nacht.


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