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Ein wichiger Schritt für Freising ist die Eröffnung des Cafè Malta: Saskia Lenz leitet das Cafè, Pia Baronin Riederer von Paar ist die Kreisbeauftragte der Malteser und Sabine Rube Referentin für Demenzarbeit (v. l.). 

Malteser eröffnen in Freising ein Demenzcafé

Demenzcafé: Ein sanfter Weg aus der Isolation

Noch ist die ehrenamtliche Betreuung von Menschen mit Demenz-Erkrankungen wenig verbreitet. Einen wichtigen Schritt, diese Lücke zu schließen, hat jetzt der Malteser Hilfsdienst in Freising geschafft.

FreisingEinmal die Woche ist dort ab sofort ein Vormittag für Menschen mit Demenz im Frühstadium und deren Angehörige reserviert (donnerstags von 9 bis 12 Uhr). Am Montag wurde das „Café Malta“ an der Veit-Adam-Straße seiner Bestimmung übergeben. Die Schirmherrschaft liegt in den Händen von MdB Erich Irlstorfer. Geduld, Empathie, Wertschätzung und Einfühlungsvermögen: das seien wichtige Eckpfeiler im Umgang mit Demenz und der oftmals daraus resultierenden Einsamkeit, sagte die Diözesanoberin der Malteser, Christiane Gräfin Ballestrem. Erkrankte Menschen und deren Angehörige zu entlasten, sie zu begleiten und ihnen ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, das sei das Ziel des Engagements. Die ehrenamtlich tätigen Malteser Mitarbeiter orientieren sich dabei an einem Konzept, das von der schwedischen Königin Silvia begründet wurde: dem Silviahemmet-Konzept. Dieses will g eine Enttabuisierung der Volkskrankheit bewirken. „Den Menschen hinter der Erkrankung sehen und die Würde des Menschen bewahren“, so wolle man agieren, sagte Sabine Rube, die die Malteser Tagesstätte für Demenz in München betreut. Man arbeite „weg von den Defiziten, hin zu dem, was alles noch geht, um dem Menschen ein Gefühl von Bedeutung und Würde zu geben“.

Rube hat sich in Stockholm zur zertifizierten Fachkraft nach Silviahemmet ausbilden lassen. Jetzt wirkt sie als sogenannte Multiplikatorin, um das Konzept umzusetzen. Schließlich steige die Zahl der an Demenz Erkrankten stetig. Prognosen zufolge werden in rund 50 Jahren mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland davon betroffen sein. Sechs Plätze werden im Café Malta ab sofort zur Verfügung stehen. Neben dem gemeinsamen Frühstück, Bewegungstherapie, Gesellschaftsspielen oder Gesprächen werde auch das Erleben der Natur und der Wechsel der Jahreszeiten eine Rolle spielen, sagt die Leiterin der Demenzarbeit im Café Malta, Saskia Lenz. Bei der Eröffnung am Montag betonte Schirmherr Erich Irsltorfer, mit dem Café Malta sei ein wichtiges Stück Mosaik für die Menschlichkeit geschaffen worden. Nach den Grußworten erhielten die Räume die kirchliche Segnung.

Gut zu wissen

Für Fragen steht Saskia Lenz (isabel.lenz@malteser.org) zur Verfügung, Tel. (08161) 936990.

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