+++ Eilmeldung +++

Corona in Deutschland: Neuer Höchststand an Neuinfektionen - RKI unterläuft Panne bei Datenübermittlung

Corona in Deutschland: Neuer Höchststand an Neuinfektionen - RKI unterläuft Panne bei Datenübermittlung

Die dickste Eiche ist 700 Jahre alt

Nörting/Aiterbach - Die dickste Eiche im Landkreis gehört Alfons Sixt aus Aiterbach. Sie steht am Ackerrand auf dem Weg von Aiterbach nach Allershausen und misst stolze 6,75 Meter Umfang.

Im Rahmen es „internationalen Jahres der Wälder“ wurde Alfons Sixt als Baumbesitzer jetzt dafür geehrt, dass er mit seiner mächtigen Eiche der Nachwelt ein Naturdenkmal erhält. Beim „Huberwirt“ in Nörting herrschte zeitweise gelinde gesagt das Chaos pur. Denn zur Preisverleihung für die „dickste Eiche“ im Landkreis durch das Amt für Landwirtschaft und Ernährung Erding, waren weit mehr Besucher gekommen, als sich Förster Hans-Helmut Holzner je hätte träumen lassen.

Der Aufruf des Amtes, die Bürger sollten sich auf die Suche nach der mächtigsten Eiche im Landkreis begeben, hatte Wanderer, passionierte Naturfreunde und vom Jagdfieber gepackte Baumsucher „en masse“ in Wald und Flur getrieben. So hatten die Förster Holzner und Bernhard Söllner schon bei der Ausschreibung des Wettbewerbes im „internationalen Jahr der Wälder“ aber besonders bei der Be- und Auswertung der zahlreichen Vorschläge eine Menge zu tun. Und zur Preisverleihung hatten Eichenbesitzer und die, die dicke Eichen gemeldet hatten, das Wirtshaus „Huberwirt“ regelrecht gestürmt, dass es letztlich nur noch Stehplätze gab. Aber die Kirtanudeln schmeckten auch auf engstem Raum.

Amtsleiter Josef Hartl wünschte sich angesichts des Erfolges dieser Aktion, dass die Wertigkeit des Waldes noch tiefer ins Bewusstsein der Menschen dringt und vor allem Kinder wieder dahin geführt werden, zu erkennen, wie wichtig ein gesunder Wald ist. Der Abteilungschef am Amt für Landwirtschaft, Forstdirektor Stefan Warsönke, gab einen kleinen Einblick auch in die wirtschaftliche Bedeutung der Waldbewirtschaftung. Die Eiche an sich stehe für Kraft, Ausdauer, Natur an sich und Heimat im besonderen. Der Wald selber biete in Bayern 200 000 Arbeitsplätze, es würden mit Holzumschlag rund 37 Milliarden Euro umgesetzt und die Bäume seien als Nachwachsender Rohstoff auch ein wichtiger CO2-Verbraucher. Ohne Förster und ohne die Waldbauern sei freilich die Aufrechterhaltung eines gesunden Waldes nicht vorstellbar, so Warsönke.

Wolfgang Willner präsentierte schließlich in einer beeindruckenden Lichtbilderschau den Wald, die Eiche im besonderen und das Leben von Flora und Fauna im Lebensraum Wald. Hans-Helmut Holzner und seinem Förster-Kollegen Bernhard Söllner blieb es schließlich vorhalten, die Eichen-Melder und -Besitzer mit herrlichen Aufnahmen von den jeweiligen dicken Eichen auszuzeichnen. Daneben gab es auch Sonderpreise.

Besonders geehrt wurden die Besitzer der mächtigsten Eichen - und für sie gab es jeweils einen Pflanzspaten, auf dass sie nicht nachlassen, und in der Baumpflege weiter aktiv bleiben. Den dritten Platz belegte die Familie Reuschlein aus Rohreck (Au), deren Eiche 6,30 Meter umfasst. Auf Rang zwei kam die Stadt Freising mit ihrem 6,62 Meter dicken Baum im Bereich des Schafhofs. Unschlagbar freilich war die freistehende und unübersehbare Eiche von Alfons Sixt aus Aiterbach mit 6,75 Stammumfang.

Die abschließende „Prozession“ zum Siegerbaum gereichte auch zum großen Staunen über das knorrige Gewächs mit seiner imposanten Höhle. Die wahre Mächtigkeit dieses wohl an die 700 Jahre alten Baumes rief bei den Betrachtern auch eine gewisse Ehrfurcht hervor.

Auch interessant

Kommentare